Da wird ihm das Gesetz gegen „Hass im Netz“ auch nicht mehr hinaushelfen: Seit Tagen tobt ein gewaltiger „Shitstorm“ auf allen Social Media Kanälen von Gernot Blümel. Vor allem Unternehmer tun in hunderten von Kommentaren ihren Unmut auf den Seiten des Finanzministers kund. Denn viele von ihnen sehen ihre Existenz durch die Corona-Politik der Regierung vernichtet.

Auf seiner Facebookseite rühmt sich Blümel damit, die Corona-Hilfen bis Sommer verlängert zu haben. Doch für viele Österreicher ist das blanker Hohn. Denn sie stehen durch die Corona-Politik vor dem Nichts. Seit Tagen beschweren sich hunderte wütende Bürger in Kommentaren über die wirtschaftsschädigenden Maßnahmen. Viele sagen, dass sie genug von den Almosen haben, die wir alle bezahlen müssen und endlich wieder arbeiten wollen.

Rücktrittsaufforderungen: „Geh scheißen“

Unzählige Nutzer fordern Blümel zum Rücktritt auf. So auch Robert F. in einem Facebookkommentar. Dabei verpasste er Blümel einen kurzen Exkurs in österreichischer Semantik:
„Es gibt eine sehr treffliche österreichische Redewendung, die da lautet: „Geh scheißn!“ Für diejenigen, die der österreichischen Sprache nicht mächtig sind, dies bedeutet nun keinesfalls eine Aufforderung zur Entleerung des Mastdarmes, sondern einfach nur so viel wie „Hau ab!“, „Verzupf di!“, „Verpiss di!“ oder „Schleich di!“.“Auch Josef B. legt Blümel und der gesamten Regierung den Rücktritt nah. Er ist sich sicher – der Zusammenbruch Österreichs steht bevor: „Unglaublich hoffentlich ist diese Regierung inkl BP bald Geschichte , unmöglich so weiter zu machen , der gesamte Zusammenbruch der Republik Österreich steht bevor , anders kann ich mir den „ALLGEMEIN Zustand“ nicht mehr vorstellen LEIDER“

Besonders erzürnt zeigte sich Oma Christine D. Sie sorgt sich um ihre Enkerl: „Ihr verdammte Bagage, meine Enkerl Arbeiten in der Gastronomie, die sind aber leider geschlossen, die bekommen jetzt 600 und 500 Euro eine davon hat ein Auto, könnt ihr mir das sagen wie das gehen soll, ihr Arschlöcher hauptsache eure Taschen sind voll, Das Volk will euch nicht mehr sehen, verschwindet einfach, dann kehrt wieder Normalität ein, es ist unser Leben, Haut ab Schleichts enk!“

„Aufsperren“, „Ihr Diktatoren!“

Viele haben genug von den „Geschenken“ der Regierung und wollen, dass der Lockdown endlich beendet wird.

So auch Helmut F.: „Wie wäre es damit, den Menschen einfach ihre Freiheit und Selbständigkeit zurückzugeben und sie wie Erwachsene zu behandeln, dann wären sie nicht auf „Geschenke“, die sie selber bezahlen müssen, angewiesen.“

Sonja W. nimmt Bezug auf den „Great Reset“ und die Bargeldabschaffung. Auch sie fordert: „Aufsperren, das ist das Einzige, das Wichtigste, aber es soll ja alles nach dem Plan gehen. „The Great Reset“, wann kommt das Bargeld weg? Im Sommer? Wann werden wir gechipt? Ihr Diktatoren!“

Christian F. glaubt nicht, dass die Regierungspolitiker als Selbständige Erfolg hätten. Dafür würden ihnen nämlich die Fähigkeiten fehlen: „Diese paar Almosen sind verlorenes Geld – viele können nicht mal die Miete zahlen. Lauter Beamte am Werk und keine Logiker und Praktiker. Würde gerne sehen wenn alle Minister selbständig wären. Glaube nicht dass manche überleben könnten von diesen Herren und Damen.“

Großkonzerne bevorzugt

Klaus H. wirft Blümel und der Regierung vor, dass Großkonzerne im Vorteil sind: „Niemand spricht über die fehlende Finanzpolitik. Wer fordert die Banken auf, hier ihre Verantwortung zu übernehmen. Derzeit bekommen ausschließlich internationale Großkonzerne wunderbare Kredite, zu Top Konditionen. Die EZB hat 95 Mrd. an Kapital zur Verfügung gestellt, diese kommen jedoch nicht bei KMUs an. Das ist Strategie!!!!!!!!!!! Die Banken haben doch auch 100 Mrd. Im Jahr 2008 bekommen, bei der hausgemachten Madoff Krise und so manche Bankmanager haben dabei gut verdient. Warum berichtet niemand, dass noch Klagen bei der Staatsanwaltschaft liegen, welche noch immer unbearbeitet sind.“

Shitstorm auch auf Instagram

Auch auf Instagram zeigt sich der explodierende Hass der Bevölkerung auf Blümel und die Regierung.

So glaubt Oliver nicht, dass aus den versprochenen Hilfen für Jungunternehmer etwas wird: „Das verschmitzte Lächeln nach dem Motto „Ich verarsch euch nur, nichts bekommt ihr!“

Ein Nutzer – der sich „diktatorkurz“ auf Instagram nennt – hat eine besondere Wut auf die Regierung. Er hat die folgenschwere Änderung im Epidemiegesetz, die Österreichs Unternehmer um die volle Entschädigung ihrer Lockdown-Einbußen gebracht hat, nicht vergessen: