Die bisher bekannten Details zu der Attacke machen fassungslos. Ein Patient des Kaiser-Franz-Josef-Spitals soll heute um 10 Uhr Vormittag einem Kardiologen eine 25cm langes Klinge in den Bauch gerammt haben. Der 64-jährige Mediziner wurde notoperiert und ist außer Lebensgefahr.

Die Polizei konnte den 33-jährigen Täter im Warteraum der Herzambulanz festnehmen. Er hatte sich nach der Bluttat seelenruhig wieder hingesetzt, als ob nichts geschehen wäre.
Über das Tatmotiv des Westafrikaners aus Sierra Leone ist aktuell nichts bekannt. Mittlerweile steht fest, dass der mutmaßliche Täter in der Vergangenheit vom Opfer behandelt wurde.

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Polizisten patrouillierten bereits

Der attackierte Arzt wurde im Bereich des Oberkörpers schwer verletzt. Eine sofortige Notoperation verhinderte das Schlimmste. Laut Angaben des KAV befindet er sich nicht mehr in Lebensgefahr. Er würde laut Informationen des Kurier kurz vor der Pensionierung stehen. Ebendort ist auch zu lesen, dass im Kaiser-Franz-Josef-Spital aufgrund vergangener Gewalt-Erfahrungen bereits seit 2018 Polizisten patrouillieren.

Die Unverfrorenheit der Tat erstaunt allerdings mit einer neuen Qualität der Selbstverständlichkeit, mit welcher sie begangen wurde. Gewalttätige und sexuelle Übergriffe auf Krankenhauspersonal nehmen Jahr für Jahr zu. Wochenblick berichtete beispielsweise über die beunruhigenden Entwicklungen aus der Steiermark. Möglicherweise wird man auch in Österreich dazu übergehen müssen, medizinische Einrichtungen mit noch mehr Sicherheitskräften zu bewachen.