Die Frauen sind auf dem Vormarsch: Im 150. Jahr ihres Bestehens sind die Feuerwehren des Landes weiblicher geworden. „Es gibt viele Bezirke“, schwärmt Landesfeuerwehrkommandant Wolfgang Kronsteiner, „die schon einen 30 prozentigen Frauenanteil haben“.

Ein Bericht von Kurt Guggenbichler

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Geringer Anteil noch im Zentralraum

Als Beispiele führt er Braunau, Schärding, Urfahr-Umgebung und Freistadt an. In Freistadt seien sogar 14 Prozent der Bevölkerung bei der Feuerwehr. Im Zentralraum hingegen sei die Durchdringung mit Brandbekämpfern aber generell noch gering und daher gebe es dort bezüglich des Frauenanteils noch jede Menge Luft nach oben. Gerade dort nämlich könnten auch die insgesamt 6.644 Feuerwehrfrauen noch Verstärkung gebrauchen, auch wenn im letzten Jahr 530 Mädel dazugekommen sind. Im großen und ganzen ist der Landesfeuerwehrverband mit der Mitgliederentwicklung auch zufrieden.

Zwei neue Feuerwehrkommandantinnen

Durch die intensive Jugendarbeit wurde der Mitgliederstand stabil gehalten, freut sich Kronsteiner und sein Stellvertreter Robert Mayer bestätigt dem Wochenblick, dass es bei seinem Verband zum Glück noch keine solchen Nachwuchssorgen wie bei der Rettung gebe. Auch mit Kommandanten sind die Feuerwehren derzeit noch gut ausgestattet. 350 hätten letztes Jahr landesweit ihren Dienst angetreten, darunter auch zwei Feuerwehrkommandantinnen.

Finanziell bessere Absicherung

In Summe sind das nun 1.540 neue Funktionäre und Entscheidungsträger für die nächsten fünf Jahre. „Das ist nicht selbstverständlich“, betont Sicherheitslandesrat Elmar Podgorschek, obwohl sich schon jeder daran gewöhnt hat, dass die Feuerwehr da ist, wenn man sie braucht. Um dies auch in Zukunft gewährleisten zu können, müsste sie finanziell besser ausgestattet werden, weil es heute schon Abgangsgemeinden gebe, die sich eine Feuerwehr und ihre hochwertige technische Ausstattung in Zukunft nicht mehr leisten könnten.

Brandmelder zeigen Wirkung

Im letzten Jahr habe es 4.770 Brandalarmierungen gegeben, zwölf Prozent mehr als im Jahr davor, bilanziert Kronsteiner: Bei 62.464 Einsätzen, darunter auch 266 Groß- und 586 Mittelbrände, haben die Feuerwehren wieder 576.574 Einsatzstunden absolviert. Gestiegen seien die Alarmierungen durch Brandmelder, erläutert Kronsteiner, was ein Resultat der Investitonen in den vorbeugenden Brandschutz sei. So seien 2018 beispielsweise in Wels 50 Prozent der Brände bereits über Brandmeldeanlagen signalisiert worden.