Bis spätestens 2020 sollte es ein Gesetz geben können, mit dem das Bettlerunwesen in diesem Land erfolgreich eingedämmt werden kann, hofft FPÖ-Klubobmann Herwig Mahr, der auf Grund von Beschwerden aus der Bevölkerung nun aktiv werden wird. Mit der ÖVP will Mahr versuchen, ein neues Regelwerk ausarbeiten und beschließen zu lassen.

Von Kurt Guggenbichler

Werbung

Anzahl illegaler Lager in Linz explodiert

Denn allein in Linz, steigt die Anzahl der osteuropäischen Bettlerbanden ständig an. Schon bis jetzt habe man in der oö. Landeshauptstadt so viele illegale Lager vorgefunden wie im gesamten Vorjahr, sagt Mahr, doch seien den Behörden wegen fehlender Rechtsgrundlagen die Hände gebunden. Denn das Kampieren auf öffentlichen Liegenschaften ist in Oberösterreich nicht verboten.

Häufungen von Müll und Exkrementen

Das wissen mittlerweile auch die Bettlerbanden, die nun verstärkt in PKW, die irgendwo am Straßenrand abgestellt werden, hausen – im wahrsten Sinn des Wortes. Im Umfeld dieser „mobilen Bettenlager“ häuften sich Müll und Exkremente. Allein im Juli haben die Einsatzkräfte des städtischen Erhebungsdienstes, des Linzer Ordnungsdienstes und der Polizei 16 Bettenlager mit 102 Personen, darunter 42 Kinder, geräumt.

Tourismus dürfe nicht beeinträchtigt werden

Diese Auflösungen seien aber nur möglich gewesen, weil es sich bei diesen Lagerstätten um städtische oder private Grundstücke gehandelt habe, betont Sicherheitsstadtrat Michael Raml, der auch für eine klare gesetzliche Regelung plädiert, um diesem wilden Kampieren ein Ende zu machen. Parallel dazu müsse es natürlich auch Hilfsmaßnahmen geben, betont Mahr, „vor allem aber brauchen wir eine ausgewogene Lösung mit Hausverstand.“ Denn der echte Tourismus dürfe durch das neue Gesetz nicht beeinträchtigt werden.

+++

Mehr darüber lesen Sie in der Wochenblick-Heimatreportage ab 5. September. Jetzt hier GRATIS und UNVERBINDLICH bestellen! Als Mitglied des exklusiven Wochenblick-Clubs genießen Sie übrigens ganz besondere Vorteile.

+++