Eine besondere Meldung zur aktuellen Lage am Immobilienmarkt kommt aus Deutschland: Die Preise für deutsche Wohnimmobilien sind im Quartal Jänner-März 2021 gemäß Berechnung des Statistischen Bundesamts um 9,4% gestiegen. Der Pressedienst dpa berichtet, dies sei der höchste Anstieg seit mehr als 10 Jahren. Ein ähnlich hoher Anstieg ist in Österreich zu verzeichnen. Laut der jüngsten Veröffentlichung der Statistik Austria vom 24.6.2021 stieg der Häuserpreisindex in Österreich im ersten Quartal 2021 um 8,33% im Vergleich zum Vorjahr.

Ein Beitrag von diegeldretter.at

Werbung

Die Tageszeitung „Die Presse“ schreibt in ihrem Artikel vom 4.6.2021: „Die Immobilienpreise sind im ersten Quartal 2021 um 12,3 Prozent gestiegen. Preistreiber sind vor allem Einfamilienhäuser und neue Eigentumswohnungen, wie eine Analyse der OeNB zeigt. Die Preise für Wohnimmobilien steigen in Österreich weiter stark an. Im ersten Quartal 2021 sind die Wohnimmobilienpreise hierzulande um 12,3 Prozent zum Vorjahresquartal gestiegen, nach einem Plus von zehn Prozent im vierten Quartal 2020. Das geht aus einer Analyse der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) hervor.“

Banken: Strafzinsen, Rückzug vom Markt

Die „Süddeutsche Zeitung“ schreibt in ihrer Ausgabe vom 30.6.2021: „Fast 350 Kreditinstitute erheben Negativzinsen – Nach einer Auswertung des Vergleichsportals Verivox erheben inzwischen 349 Banken und Sparkassen ein sogenanntes Verwahrentgelt bei größeren Summen auf dem Tagesgeld- oder Girokonto (Stichtag: 29.Juni). Lange Zeit wurde vor allem bei großen Summen ab 100.000 Euro ein Verwahrentgelt fällig. Inzwischen erheben Verivox zufolge mindestens 102 Institute Negativzinsen ab einer Gesamteinlage von 50.000 Euro oder weniger pro Kundin und Kunde.“

Das Magazin „merkur.de“ schreibt in seiner Ausgabe vom 2.7.2021: „Direktbank ING verkündet bittere Pläne für viele Kunden. Nun senkt in Deutschland auch Europas größte Direktbank die Freibeträge auf Giro- und Tagesgeldkonten. Kunden sollen künftig bereits ab 50.000 Euro Guthaben ein sogenanntes „Verwahrentgelt“ zahlen.“

ING: EZB verlangt 0,5 Prozent Zinsen auf überschüssige Gelder

„Bisher haben wir die Kosten, die durch sinkendende Zinsmargen und den negativen Einlagenzins der EZB entstehen, durch unser bestehendes Produktportfolio weitgehend ausgleichen können“, erklärte Vorstandschef Nick Jue. Allerdings seien die Einlagen bei der ING Deutschland weiter gestiegen, auch weil viele Wettbewerber bereits Negativzinsen eingeführt haben. „Nach sorgfältiger Überlegung haben wir uns daher entschlossen, den Negativzins der EZB in Form eines Verwahrentgelts von derzeit 0,5 Prozent für Guthaben über 50.000 Euro an unsere Kundinnen und Kunden weiterzugeben.“

ING verlässt Österreich

ING-Pressemitteilung (Österreich) vom 2. März 2021: „ING richtet ihr Bankgeschäft in Österreich neu aus und konzentriert sich künftig auf das Geschäft mit Firmenkunden (Wholesale Banking).“ Für das Privatkundengeschäft plant die Bank, den österreichischen Markt bis zum Jahresende 2021 zu verlassen. Ein konkreter Schritt ist, per Anfang Juni 2021 Beziehungen zu Kunden zu beenden, die ausschließlich Sparkonten bei der ING Österreich führen. Barbaros Uygun (CEO der ING in Österreich): „Angesichts der aktuellen Markt- und Zinssituation müssen wir uns in einem ersten Schritt leider von reinen Sparkunden trennen.“

Das Problem: Wie vorsorgen?

Die Situation für die Sparer wird immer unangenehmer. Einerseits gibt es bei den Einkommen krisenbedingt kaum Steigerungen, die Ersparnisse leiden unter der Negativzinssituation und andererseits steigen die (Bau-) Kosten und die Immobilienpreise dramatisch an.

Der enorme Anstieg bei den Immobilienpreisen bildet den wahren Wertverlust des Geldes ab. Nicht nur die Immobilienpreise, sondern auch die aktuell stark steigenden Preise für andere Sachwerte und Rohstoffe stellen eine Größe und das Ausmaß für den benötigten Inflationsausgleich dar.

Die Geldretter haben das Thema Inflation kritisch unter die Lupe genommen (Werden die Inflationszahlen manipuliert?).

Die Lösung

Für den Sparer stellt sich aber die Frage nach sinnvollen Alternativen der Veranlagung. Gefragt sind somit Sparprodukte, die einen Inflationsschutz automatisch im Produkt selbst eingebaut haben. Neben Immobilien (Immobilien als Wertanlage?) eignen sich u.a. auch Edelsteine (Edelsteine das wenig bekannte Investment) oder Edelmetalle (Der Zauber der seltenen Münzen als Anlageform) als Veranlagungsmöglichkeiten mit eingebautem Inflationsschutz.

In unsicheren Zeiten sind entsprechende Vorsorgen zu treffen und ein Sicherheitspolster zu bilden. Die Vorsorgen betreffen vor allem die Prüfung bestehender Anlagewerte auf ihr bestehendes Verlustpotenzial und Krisensicherheit. Der Sicherheitspolster sollte für 3 harte Jahre dimensioniert werden.

Mehr zum Thema:

Werbung

Folgen Sie uns auch auf Telegram, um weiter die aktuellen Meldungen von Wochenblick zu erhalten!

+++ WOCHENBLICK sagt NEIN zur BEZAHL-SCHRANKE +++
Information ist heute unverzichtbar wichtig. Der Wochenblick stellt deshalb ab sofort alle exklusiven Inhalte und Reportagen in voller Länge und ohne Zusatzkosten für seine Leser im Internet zur Verfügung. Während Mainstream-Medien verzweifelt um Abos werben, wollen wir nur eines: Ihnen ehrlich und rasch alle Informationen liefern, die Sie in dieser fordernden Zeit brauchen! Sichern Sie zusätzlich unser Print-Abo und unterstützen Sie uns: Die Wochenzeitung erscheint 48x jährlich!