Diese Woche ging ein unfassbar plumpes Video online, das die Impf-Kampagne der Regierung ankurbeln soll. Das Machwerk der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) ist zwar nur 25 Sekunden lang, hat es aber in sich. Es verspricht ein „Leben wie im Traum“ durch die Impfung und suggeriert obendrein noch, dass diese „frei“ machen würde – Wochenblick berichtete.

Beim Publikum kommt das aber gar nicht gut an, wie die Reaktionen auf YouTube zeigen. Bis Freitagmorgen hatten über 25.000 Nutzer einen Daumen nach unten dagelassen. Positive Bewertungen hielten sich massiv in Grenzen: Es waren etwa 250. In anderen Worten: 99 Prozent Ablehnung.

Spot soll „Freude“ machen – verstört aber einfach nur

Die ganze Posse um das Impf-Propaganda-Video begann im März, als nach Freiwilligen für die Mitwirkung am Spot gesucht wurde – auch damals beschäftigte sich Wochenblick mit der verstörenden Kampagne. Damals suchte eine Wiener Filmagentur nach Familien mit Kindern, Frauen, Männer, junge Erwachsene, Menschen mit unterschiedlichen Hautfarben – ein möglichst breites Spektrum. Satte 450 Euro an Aufwandsentschädigung gab es dafür…

„Der Spot soll wie ein Musikvideo aufgebaut sein und die Freude darstellen, dass jeder Darsteller die Nachricht zur Impfung bekommen hat,“ so damals der Auftrag. Wie die Reaktionen zeigen, hält sich diese Freude aber nun stark in Grenzen. Die Gesundheitskasse wird wohl wissen, weshalb sie die Kommentare unter dem Video abdrehte… 

Jede Kritik soll ausgeblendet werden

Gerade vor dem Hintergrund abertausender Impfreaktionen und Nebenwirkungen erscheint das Gute-Laune-Video als besonders fragwürdiges Zeitdokument. Denn anstatt dem eigentlichen Anspruch einer Krankenkasse nachzukommen und sich an der Aufklärungsarbeit zu beteiligen, blendet die ÖGK jeden Widerspruch und jedes Bedenken aus und erledigt die von oben herab erwünschte Propaganda-Arbeit.

Ob sie dies auch aus der Warte heraus tut, dass man im Vorjahr weniger Geld in die Hand nehmen musste, weil die Menschen seltener zum Doktor gingen und seltener Freizeitunfälle hatten – und gleichzeitig Corona seinerzeit nicht annähernd so viel Verwüstung hinterließ, wie dies anfängliche Horror-Studien in den Raum stellten?

Eines scheint bei derart widerlicher Propaganda aber gewiss: Sollte es zu Berufsunfähigkeiten in Form von Impfschäden oder gar einer Abnahme an Beitragszahlern durch Häufungen von Todesfällen kommen, wird für die Übrigen mit Sicherheit der Beitrag zur Sozialversicherung steigen – oder die Leistungen werden zurückgeschraubt. Beim deutschen Nachbarn war eine empfindliche Anhebung der Beiträge jedenfalls schon Gegenstand politischer Debatten…

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