Die US-Eliteuniversität Harvard führt zu Beginn des neuen Semesters die Impfpflicht für Studenten ein. Ausnahmen würden nur aus medizinischen oder religiösen Gründen gewährt werden.

Von Franziska Bernhard

Selbst bereits eingeschriebene Studenten dürften erst und nur dann an den Campus zurückkehren, wenn sie die erforderlichen zwei Spritzen erhalten haben. Doch die Impfskepsis wächst auch in den USA.

Weg in Zwei-Klassen-Gesellschaft

Bisher galten Forschung und Lehre als frei, also an keinerlei Bedingungen geknüpft. Wenn Studenten aber plötzlich selbst mitten im Studium den Abschluss ihrer Ausbildung verwehrt bekommen, weil sie sich nicht impfen lassen möchten, ist das ein tiefgreifender Eingriff in die Bildungsfreiheit und ein weiterer Schritt auf dem Weg in eine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Wer nicht geimpft ist, hat ergo auch kein Recht und keine Möglichkeit mehr auf eine Hochschulausbildung.

Corona-Diktatur an Österreichs Universitäten

Doch was im fernen Amerika noch als Einzelfall abgetan werden kann, ist hierzulande schon längst Realität. Die Universität Klagenfurt etwa fordert im aggressiven Befehlston von ihren Studenten: „Lass dich impfen!“

Nicht weniger deutliche Worte spricht auch die Medizinische Universität Wien: „Die Impfungen werden ermöglichen, dass wir unsere psychologischen Grundbedürfnisse wieder befriedigen können: Menschen, die uns lieb und wichtig sind, treffen, ausgehen, Veranstaltungen besuchen, Reisen und vieles mehr.“

Und auch die Universität Wien übertrifft sich ständig selbst mit skurrilen Auflagen. So ist etwa ein verpflichtendes Sitztagebuch zu führen, mit dem Studenten dokumentieren müssen, wann, wo und auf welchem Platz sie wie lange gesessen haben. Dabei dürfen nur vorher markierte Sitzplätze überhaupt genutzt werden. Das Stehen in Gängen und Stiegenhäusern ist verboten, es herrscht eine FFP2-Maskenpflicht im ganzen Haus und „bei Prüfungen und Lehrveranstaltungen, die vor Ort stattfinden, muss ein negatives Covid-Testergebnis vorgelegt werden.“  Wer dieses am Ende tatsächlich überprüft und wer dazu rechtlich überhaupt ermächtigt ist, verschweigt die Universität jedoch.

Verpflichtende Impfungen verboten

Auch in Zukunft gilt, dass Lehrveranstaltungen und Prüfungen, aber auch die Teilnahme an Auswahlverfahren nur noch mit Test erlaubt sein werden. Der Besuch einer Vorlesung oder das Ablegen einer Prüfung darf damit ausdrücklich von der Vorlage eines Test abhängig gemacht werden. Unabhängig von der persönlichen Studienleistung und der Prüfungsberechtigung entscheidet also nun ein unzuverlässiger Test über die Zukunft der eigenen Ausbildung

Besonders in zeitintensiven Studiengängen bedeutet das für die Studenten, dass sie sich entweder impfen lassen oder alle zwei Tage beim Staat vorstellig werden müssen, um ihren Test durchführen zu lassen. In den USA dagegen haben die Bundesstaaten New Jersey, Florida, Texas und Utah bereits Gesetze erlassen, die verpflichtende Impfungen an Colleges und Hochschulen explizit verbieten.

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