Wer in Spanien die Impfung gegen das Corona-Virus verweigert, soll in einem entsprechenden Register vermerkt werden. Dies sei zwar nicht der breiten Öffentlichkeit zugänglich – die Daten würden aber „europäischen Partnern“ zur Verfügung gestellt, verkündete Gesundheitsminister Salvador Illa, Mitglied der „Partei der Sozialisten Kataloniens“ (PSC). 

In einem Interview mit dem Fernsehsender La Sexta schilderte Illa, dass jeder Bürger entsprechend des Impfplans eine Einladung zur Corona-Impfung erhalten werde. Zwar sei die Impfung freiwillig – wer der Einladung nicht folge, werde jedoch namentlich in einer Kartei registriert. Darüber, welche Konsequenzen das genau für die vermerkten Personen haben wird, machte Illa keine Aussage.

Dass dieser Pranger für Impfskeptiker EU-weit einsehbar sein wird, gibt zu denken. Macht Spanien hier den Anfang und motiviert andere Staaten, diesem totalitären Beispiel zu folgen? Herbert Kickl (FPÖ) äußert sich diesbezüglich auf Facebook besorgt. Er schreibt: „Die FPÖ fordert eine Garantie des Kanzlers, dass sich Österreich nicht an einem EU-weiten ‚Impf-Pranger‘ beteiligen wird.“

In jedem Fall hat die bloße Androhung der Registrierung von Impfverweigerern in Spanien offensichtlich Wirkung gezeigt: Einer Studie des staatlichen Meinungsforschungsinstituts „Zentrum für Soziologische Studien“ zufolge ist der Anteil der Impf-Ablehner im Land von 47 Prozent im November bereits auf nun 28 Prozent gesunken.