Der frühere US-Präsident Donald Trump wird in wenigen Monaten seine eigene soziale Medienplattform haben, gab sein Sprecher Jason Miller bekannt. Damit werde er das „Spiel völlig neu definieren“.

Ob Trump 2024 erneut als US-Präsident kandidiert, ist unklar. Wichtig sei das Weiße Haus, die Chancen, es zurückzuerobern, stehen gut, sagte der Ex-Präsident in einem Interview.

Neue Plattform – neue Spielregeln

Miller sagte kürzlich gegenüber Fox News, er erwarte, dass Trump in zwei, drei Monaten wieder in sozialen Medien – auf seiner eigenen Plattform – aktiv sein und Millionen Follower anziehen werde. Details zur Bezeichnung der Plattform nannte er nicht. Schon im Februar sagte Trump in einem Interview, er verhandle mit einer Reihe von Leuten und es gebe die Option für den Aufbau einer eigenen Seite…“weil wir mehr Leute als jeder andere haben“.

Trump war vor seiner Sperre im Jänner besonders aktiv auf Twitter und hatte dort 90 Mio Follower. Facebook, Youtube, Twitch, Snapchat, u.a. folgten dem Beispiel von Twitter und entzogen Trump in einer konzertierten Aktion ihre Plattformen. Seit seiner Sperre auf Twitter kommunizierte Trump über Presseaussendungen, die über Email und Berater an die Öffentlichkeit gingen.

Das funktioniere sehr gut und diese Methode sei ohnehin eleganter als twittern, sagte Trump. Er habe damit viele Menschen da draußen erreicht, wahrscheinlich genauso viele, wie davor.

2024-Wahl: Republikaner gut aufgestellt

Bezüglich eines erneuten Antritts bei der Präsidentschaftswahl 2024, legte sich Trump nicht fest. Im Februar sagte er auf der jährlichen Konferenz der Konservativen Politiker: er wäge seine Optionen ab, die Demokraten ein drittes Mal zu schlagen. Die neue soziale Medien-Plattform wird dann das große Spielfeld für den nächsten Wahlkampf sein.

„Das wird das heißeste Ticket in den sozialen Medien“, sagte Trump-Sprecher Miller. Doch auch wenn er nicht antrete, gebe es bei den Republikanern eine Reihe von Kandidaten, die in der Lage wären „die Lücke zu schließen“. Er werde diese Entscheidung irgendwann später treffen.

Aber die „Grand Old Party“ habe genügend „sehr gute Leute“. U.a. nannte Trump den Gouverneur von South Dakota, Ron DeSantis. Kristi Noem, die Senatoren Josh Hawley (Montana), Ted Cruz (Texas) und Rand Paul (Kentucky).