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Auf eine ziemlich ungewöhnliche Art möchte die oberösterreichische „Volkshilfe“ der Radikalisierung von Asylanten sowie Sex-Attacken und Vergewaltigungen vorbeugen. In halbtägigen Workshops sollen „unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“ unter anderem über „Radikalität im Netz“ und „Sexualität“ präventiv aufgeklärt werden.

So wolle man unter anderem auch über vermeintliche, trügerische „Flirt-Signale“ von Mädchen und den richtigen Umgang mit dem anderen Geschlecht informieren.

Workshops in vier Unterkünften

„2018 werden diese Workshops in allen vier Unterkünften für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) der Volkshilfe in OÖ stattfinden. Bei den UMF wird es eine verpflichtende Teilnahme bei den Themenbereichen Radikalität im Netz (IS – Islamischer Staat) und Sexualität (Aufklärung, klare Abgrenzungen, Bearbeitung von Fallbeispielen wie Übergriffe in Köln usw. geben“, erklärt Christian Schörkhuber, Geschäftsführer der „Flüchtlings- und MitgrantInnen-Betreuung“ bei der oberösterreichischen Volkshilfe, im „Wochenblick“-Interview.

Aufklärung notwendig

Bereits 2017 habe es in einigen Jugendprojekten Pilotversuche dazu gegeben. Diese seien sehr erfolgreich verlaufen. „Die Jugendlichen sind zum guten Teil seit ihrer Kindheit auf der Flucht. Aufklärungsunterricht wie in unserem Kulturkreis üblich, gab es nicht. Ihre Informationen beziehen sich in der Regel aus dem Internet“, betont Schörkhuber zu den Hintergründen.

Jedoch würden die Jung-Asylanten teilweise falsche Schlussfolgerungen aus dem im Netz aufgenommenen Wissen ziehen. Dem wolle man durch die Workshops entgegenhalten. Dort sollen die Asylanten offenbar über Benimmregeln und Werte in Österreich aufgeklärt werden.

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Wichtig zu wissen: Nicht jedes weibliche Lächeln beinhaltet automatisch eine Aufforderung zu heißem Sex!

„Nicht jedes Anlächeln Aufforderung“

„Zum Beispiel, dass nicht jedes Anlächeln eines Mädchens eine Aufforderung zum Flirten ist oder das ein NEIN unmissverständlich ein NEIN ist“, nennt Schörkhuber praktische Beispiele.

Der „Wochenblick“ hat nachgehakt und gefragt, wie die Volkshilfe sexuelle Übergriffe durch minderjährige Asylwerber – so wie jüngst in der Linzer Eisdisco geschehen – verringern helfen will. Laut Schörkhuber sei dabei eine „individuelle Betreuung“ ausschlaggebend. Dazu habe man bei der Volkshilfe „im Rahmen des Tagsatzes“ Füchtlingsbetreuer angestellt.

Übertretungen aufgestellter Regeln, beispielsweise die „Verweigerung von Reinigungsarbeiten durch männliche Flüchtlinge“ sowie Gewalttätigkeiten, würden laut Schörkhuber „rigoros sanktioniert“ werden.

Falsche Altersangaben „Ausnahmen“?

Zu den besonders pikanten Themen im Zusammenhang mit Straftaten von UMF gehören oftmals falsche Altersangaben. So sorgte beispielsweise auch nach der Sex-Attacke in der Linzer Eisdisco der Umstand, dass ein vorgeblich zwölfjähriger Täter aus Afghanistan bereits einen Bart trug, für reichlich Wirbel („Wochenblick“ berichtete).

Schörkhuber schätzt diese Problematik jedoch als relativ unbedeutend ein. Es handle sich hier um „Ausnahmen“. „Prinzipiell unterliegt die Altersfeststellung der Asylbehörde“, betont Schörkhuber zudem. Exemplarische Statistiken widersprechen dieser Einschätzung jedoch: Wie der „Wochenblick“ berichtete, gaben allein in Deutschland 43 Prozent aller „unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge“ (UMF) ihr Alter falsch an.

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Erst vor wenigen Tagen sorgte eine mutmaßliche sexuelle Belästigung durch einen zwölfjährigen Asylanten mit Bart für viel Unmut bei oberösterreichischen Internet-Nutzern.

„Altersfeststellung“ in OÖ

Die meisten UMF der Volkshilfe Oberösterreich hätten jedoch bereits eine sogenannte „Altersfeststellung“ hinter sich, bevor sie in eine Unterkunft der Volkshilfe kommen. „Wird festgestellt, dass es sich doch um keinen Minderjährigen handelt, wird dieser seitens der Grundversorgung des Landes in eine Erwachseneneinrichtung überstellt“, unterstreicht der Geschäftsführer der „Flüchtlings- und MitgrantInnen-Betreuung“ bei der oberösterreichischen Volkshilfe.