Weil die Tierschutz-Organisation PETA in Indien, im Vorfeld des islamischen Bakri-Eid-Festes, Plakate gegen das Schlachten von Ziegen aufhängte, kam es zu massiven Protesten islamischer Glaubensvertreter. Das Ganze sei ein boshaften Akt, um die religiösen Gefühle der Moslems zu verletzen. Sie forderten die Entfernung der Plakate, was auch geschah.

von Kornelia Kirchweger

Gegen das Schlachten von Ziegen

Die Plakate waren vor allem in Lucknow (Bundesstaat Uttar Pradesh) zu sehen. Darauf war eine riesige Ziege abgebildet, darunter stand: „Ich bin ein Lebewesen, nicht nur Fleisch. Ändert Eure Sichtweise gegenüber uns und werdet vegan“. Was die islamischen Geistlichen besonders ärgerte, war die zeitnahe Aktion zum islamischen Bakri Eid-Fest, bei dem Moslems am 1. August einer besonderen Geschichte im Koran gedenken: als Gott Ibrahim (Abraham) erschien, ihn aufforderte, als Zeichen des Gehorsams, seinen Sohn zu opfern und ihm dann Einhalt gebot.

Verletzung moslemischer Gefühle

Maulana Khalid Rashid Firangi Mahali, Präsident des Islamischen Zentrums in Indien, beschwerte sich also beim Polizeichef von Lucknow und forderte die Entfernung der Plakate. Er lehne diese ab, weil darauf vor dem Bakri-Fest eine Ziege abgebildet sei. „Das Fest wird am 31. Juli gefeiert. Warum hängt man solche Bilder vor unserem Fest auf“, beklagte er sich. Er glaube, das sei ein absichtlicher und boshafter Akt, um die Gefühle der Moslems zu verletzen. Auch andere islamische Vertreter lehnten sich gegen die PETA-Aktion auf. Man wolle damit die öffentliche Ordnung im Vorfeld des Festes stören. Auch ein diesbezüglicher Beschwerdebrief wurde an das Zentrum für Objektive Forschung und Entwicklung (CORD) gerichtet.