Provokation, Eskalation, Gewalt. Die drei Eckpfeiler der kolportierten Vorgaben des ÖVP-Innenministerums, die zum Glück nur wenige Polizisten und Polizeieinheiten buchstabengetreu umsetzen. Während in Tirol Beamte auf einem 82-jährigen Mann knien, ihm das Gesicht am Asphalt blutig schlagen und ihm die Schulter auskugeln, macht dieser Zivilpolizist dankenswerterweise vor laufenden Kameras einen Kleidungswechsel.

Von Willi Huber

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei zahlreichen Lesern, die uns mit Informationen, Fotos und Videos zu den Vorfällen am 20. Februar in Innsbruck überhäuft haben. Und wir freuen uns diesbezüglich über jede weitere Zuschrift. Untenstehende Fotos zeigen, wie ein scheinbarer „Zivilist“ und „Kundgebungsteilnehmer“ plötzlich seelenruhig die Kleidung wechselt, während hinter ihm der alte Mann blutend am Boden liegt und „beamtshandelt“ wird.

Offiziell werden Zivilpolizisten natürlich zur Aufklärung benutzt, man will inmitten der Demonstrierenden herausfinden, was sie vorhaben um darauf basierend Strategien zu entwickeln. Der Verfasser dieser Zeilen war allerdings persönlich mit dabei, wie ein solcher Beamter bei einer Demonstration mittels körperlicher Gewalt andere Teilnehmer provozierte. Die Angegriffenen ließen sich damals nicht provozieren, doch die Einsatzeinheit nahm den Vorfall zum Anlass, eine Gruppe von Menschen aus der Menge zu ziehen, welche der Obrigkeit offenbar politisch nicht zu Gesicht standen. Ob dies die Aufgabe der Polizei sein sollte, welche als Freund und Helfer eigentlich für Deeskalation und Sicherheit sorgen sollte, mag jeder Leser für sich selbst beurteilen.