In Wien-Favoriten kommt es seit Tagen zu Auseinandersetzungen zwischen hauptsächlich türkisch-nationalistischen „grauen Wölfen“ und hauptsächlich kurdischen Kommunisten, die von der linksradikalen Antifa unterstützt werden. Letztere scheinen als „nützliche Idioten“ eingespannt zu werden, man will ihnen weis machen, sie würden für Frauenrechte demonstrieren. Insider erklärten dem Wochenblick die Lage in Nordsyrien und vermuten einen direkten Zusammenhang mit den Ausschreitungen in Wien.

Ein Kommentar von Willi Huber

Vorweg, die Darstellung der Haltungsmedien, dass es sich um einen „Kampf von Links gegen Rechts“ handeln würde ist verkürzt, eigentlich sogar falsch. Die Konflikte in der kurdischen Region, der Türkei, Nordsyrien und dem Nordirak sind komplex. Zudem gibt es so etwas wie „die Kurden“ nicht. Was viele nicht wissen: „Die Kurden“ sind keine homogene Gruppe. Wenn der ORF behauptet dass jemand „kurdisch“ spricht, weist das nur auf einen Mangel an Information oder absichtliche Desinformation hin. Linke und ihre Medien basteln sich gerne ein einfaches Weltbild. Tatsächlich gibt es vier bis fünf Hauptsprachen im Kurdengebiet, zudem spricht man auch Sprachen der umliegenden Länder und Regionen – von den Dutzenden Dialekten gar nicht erst angefangen. Die kurdischen Ethnien verteilen sich über die Türkei, Syrien, den Irak und den Iran. Außerdem gibt es einen kleine kurdische Region in Armenien. Tatsächlich soll überregionale Kommunikation unter Kurden nur in Türkisch funktionieren, wenn man wirklich von jedem verstanden werden will.

PKK vertritt radikale, gewalttätige kommunistische Minderheit

Die kurdischen Stämme sind auch untereinander verfeindet. Nicht überall genießt die in weiten Teilen der Welt als Terrororganisation eingestufte, kommunistische PKK hohes Ansehen – im Gegenteil, sie ist vielen Kurden verhasst. Die Organisation wurde in erster Linie dafür gegründet, um kurdische Landbesitzer und etablierte Kurdenführer zu bekämpfen – also für den Terror gegen die eigene Ethnie. Zu glauben, die PKK habe das Recht, alle Kurden zu vertreten ist so naiv wie der Glaube, die türkischen Religionsbehörden könnten für alle Moslems weltweit sprechen. Tatsächlich sind beide Irrglauben vor allem in Österreich weit verbreitet. Siehe oben, Linke basteln sich gerne ein einfaches Weltbild von „gut gegen böse“ um sich nicht mit Nebensächlichkeiten wie Bildung und Forschung abgeben zu müssen. In Österreich werden „die Kurden“ gemeinhin mit den freundlich formuliert marxistischen Anhängern der PKK gleichgesetzt. Alleine das könnte man als Rassismus titulieren.

Beflaggung der Demonstrationen meist am Rande der Legalität

Während die Flagge der PKK in Österreich verboten ist, kann man von keinem „kleinen“ Exekutivbeamten erwarten, alle Flaggen der ethnischen Konfliktparteien der kurdischen Großregion zu kennen. Ansonsten müsste nämlich häufig eingeschritten werden. In der Regel weichen Sympathisanten der militanten PKK bei ihren Umzügen auf den Straßen Wiens auf die Beflaggung der YPG aus. Diese ist der militärische Ableger der PKK in Syrien. Tatsächlich gewährte der im Westen als „böse“ deklarierte Machthaber Assad den Kurden und ihrem Führer Öcalan über Jahrzehnte sicheres Gastrecht. Assad und PKK waren also über lange Zeit enge Verbündete, wobei Assad für den linken Medienmainstream Österreichs aber „das absolute Böse“ darstellt, die militante kommunistische PKK aber „gut“ ist. Am Rande: Forbes führt die PKK als sechst-reichste Terrororganisation der Welt. Vor allem mit Drogen und Menschenhandel werden jährlich rund 180 Millionen Dollar eingenommen.

Provokation der Erdogan-Türken durch militante und Terroristen-Anhänger

Nun verkünden der ORF und alle von der APA abschreibenden Medien, dass am vergangenen Mittwoch eine friedliche Gemeinschaftsdemo von „Kurden“ und der Antifa „für Frauenrechte“ stattfand, welche von „bösen“ Faschisten der Grauen Wölfe, pauschal „Türken“ gestört wurde. Was war aber wirklich passiert? Sympathisanten der kommunistischen Terrororganisation PKK waren laut grölend mit ihrer bunten Militär-Beflaggung durch die Straßen gezogen. Auch durch Wohngebiete vieler Türken, die mit Terror und PKK keine Freude haben. Im Gegenteil, viele in Österreich lebende Türken folgen dem autokratischen Türkenherrscher Erdogan, welcher in militärischem Dauerkonflikt mit der PKK steht und vor kurzem auch eigenmächtig in Nordsyrien einmarschiert ist, wo er auch gegen die YPG kämpft. Internationale Medien sprechen davon, dass sich die türkischen Einheiten dort auf einen langen Aufenthalt vorbereiten.

Hat Erdogan Angriffe angeordnet?

Die Demonstranten skandierten, das kann man auf verfügbaren Videos gut hören, Sprechchöre, mit denen sie PKK-Führer Öcalan, die PKK selbst und die YPG bejubelten. Inwiefern solche Sprechchöre „für Frauenrechte“ oder gar diffuse Homosexuellen-Anliegen stehen können, bleiben uns ORF und APA schuldig. Ich unterstelle, dass sie das auch gar nicht interessiert, da es ein einfaches Weltbild auf einen Schlag sehr kompliziert gestalten würde. Könnte es gar eine absichtliche Provokation sein? Manche Medien vermuten, dass Erdogan die Angriffe befohlen hätte. Das ist zwar nicht gänzlich undenkbar, bei genannter Provokation aber vermutlich gar nicht nötig. Sehr interessant ist aber auch jenes Video auf Twitter, das einen fein gekleideten türkischen Geschäftsmann zeigt, der die jungen Männer dazu bewegen möchte, nach Hause zu gehen. Diese wiederum beklagen sich, dass die österreichischen Politiker die PKK unterstützen würden und immer nur die Türken die Schuld bekämen.

Todfeinde haben ihre Konflikte nach Österreich mitgebracht

Die Konflikte in der Kurdenregion werden seit Jahrzehnten mit brutalster Gewalt und zahlreichen Kriegsverbrechen auf allen beteiligten Seiten ausgetragen. Viele Menschen, die sich dort gegenüberstanden, sind Todfeinde. Diese Todfeindschaft haben sie als Gastarbeiter oder als Flüchtlinge nach Österreich mitgebracht und ihren Kindern weitergegeben. Es ist ein Konflikt, der in die Herkunftsregion dieser Menschen passt und dort zum täglichen Leben dazugehört – in Österreich aber eigentlich nichts verloren hat. Wenn genannte Medien oder die linke Politik nun also frech behaupten, dass es sich um einen Konflikt „rechter Österreicher“ gegen die Antifa und deren linken kurdischen Freunde handeln würde, ist es nicht nur verkürzt, es ist gelogen. Und Lügen sind ein schlechter Ratgeber, um eine hochexplosive Situation zu entschärfen, die seit drei Tagen für verhältnismäßig milde Gewalt sorgte. Würde die Gewalt auf den Straßen Wiens zu der Gewalt in den Kurdengebieten eskalieren, hätten wir nicht nur ein paar brennende Balkone sondern Bürgerkrieg in einer Dimension, welche sich Österreicher gar nicht vorstellen können.

Die schmächtigen Kinder der Antifa zwischen den Fronten

Was sucht also die Antifa dort? Die zumeist schmächtigen Muttersöhnchen, die ihren Lebenszweck in der Gewaltausübung gegen Andersdenkende gefunden haben, riskieren zwischen diesen Fronten ihr Leben für eine fremde Sache. Während sie sonst meist ungehindert Steine und Brandsätze auf ihre Gegner schleudern, ohne auf Gegenwehr zu stoßen, stehen sie jetzt Menschen gegenüber, die teilweise zu töten gelernt haben, die zu töten bereit sind und die teilweise auch tödliche Waffen mit sich führen. Das lustige Spaß-Geplänkel, das sie gegen Identitäre gewohnt sind, die niemals zurückschlagen, ist dagegen ein Kindergeburtstag. An Tag drei der Konflikte dürfte dies einigen von ihnen auch aufgefallen sein, denn ihre sonst so „mutigen“ Horden werden immer kleiner.

Fortsetzung heute, Samstag

Die Provokationen der Kommunisten und ihrer Kombattanten werden heute ab 17:30 am Columbus Platz ihre Fortsetzung finden. Für eine „Demonstration gegen den Faschismus“ wird breit geworben. Inwiefern Plakate wie das von uns oben gezeigte eine besondere Liebe zum Frieden ausstrahlen soll, erschließt sich dem Betrachter nicht. Es scheint vielmehr eine Erklärung zum Kampf gegen Erdogan und seine Getreuen zu sein. Wie viele Einheimische sich für die Fremde Sache verheizen lassen, wird sich zeigen. Man darf aber auf keinen Fall vergessen, dass die Grüne Vizebürgermeisterin Hebein und der eng mit der SPÖ verbundene Journalist Misik die PKK-Sympathisanten vor Ort zu unterstützen schienen.

Religiöse Lösung ist hier eher nicht möglich

Eine Deeskalation könnte meiner Ansicht nach erst versucht werden, wenn sich die Politik tatsächlich mit den Hintergründen befasst und sich mit den Anführern der Konfliktparteien auseinandersetzt. Vor allem aber, wenn sie die Provokationen durch die Kommunisten unterbindet und das im Gesetz verankerte PPK-Verbot auch ernst meint und in Österreich exekutieren lässt. Hinzu kommt: Eine schnelle Lösung durch einen Deal mit ein paar Imamen, wie er in Dijon zur Konfliktlösung möglich war, gibt es hier nicht. Denn das bunte Antifa-PKK Gemisch ist nicht für religiöse Demut oder gar Erkenntnisfähigkeit bekannt. Die Konflikte zeigen aber auch, dass Multikulti den Menschen aus allen möglichen Regionen der Welt durch die Entwurzelung in der Ferne ihre Identität und ihre Jugend raubt. Den jugendlichen Österreichs genauso wie jenen aus dem nahen Osten.