Dieses Dokument hat es in sich: „Wochenblick“ wurde eine Auflistung von Ausgaben des oberösterreichischen Landesvorstands der als SPÖ-nah geltenden Produktionsgewerkschaft (Pro-Ge) zugespielt. Daraus geht hervor, dass für 2016 über 15 Prozent der dort genannten Mittel, nämlich exakt 3.471,33 Euro an „MigrantInnenvereine“ gespendet wurden.

Insider-Dokument: Gewerkschafter-Beiträge werden an Migranten gespendet

Das Dokument bezieht sich auf vom Landesvorstand getätigte Ausgaben aus dem Jahr 2016. Diese wurden anlässlich einer Landesvorstandssitzung vom 15. März 2017 aufgelistet.

Gewerkschaft hüllt sich in Schweigen

Ein Insider, der aus verständlichen Gründen namentlich nicht genannt werden will, spielte „Wochenblick“ das Dokument zu. Unsere Zeitung konfrontierte die oberösterreichische Pro-Ge mit den bisher nicht öffentlich bekannten Zahlen.

Dort reagierte man sichtlich verunsichert, wollte sofort den Namen des Informanten wissen. Auf „Wochenblick“-Nachfrage, an welche Migrantenvereine konkret gespendet wurde, hüllte man sich in Schweigen.

Viele Mitglieder mutmaßlich nicht informiert

In welchem Verhältnis die im brisanten Dokument genannten Zahlen zu den gesamten Einnahmen der „Pro-Ge“ aus Mitgliederbeiträgen steht, ist indes noch nicht bekannt.

Pikant: Bei der Pro-Ge handelt es sich um die größte Arbeitergewerkschaft in Österreich. Sie vertritt landesweit rund 250.000 Mitglieder, davon auch zahlreiche in Oberösterreich. Ob diesen bekannt ist, dass ihre Mitgliedsbeiträge mutmaßlich zu einem nicht unerheblichen Teil an Migrantenvereine überwiesen werden sollen, bleibt ungewiss.

„Wochenblick“ bleibt dran.

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