Die ungarische Polizei stoppte in Vitnyéd nahe der österreichischen Staatsgrenze ein verdächtiges Fahrzeug. Darin befanden sich ein mutmaßlicher Schlepper und fünf Migranten. Der Verbrecher flüchtete mit einer Schusswaffe und einer Handgranate in ein nahes Waldstück. Als er die Granate zündete, tötete ihn die Detonation. 

Der Schlepper, welcher fünf Migranten aus Ungarn nach Österreich schmuggeln wollte, dürfte einen besonders intensivkriminellen Hintergrund aufgewiesen haben. Ungarische Beamte stoppten seinen verdächtigen PKW an der Hauptstraße 85, die zum österreichischen Grenzübergang Klingenbach führt. Während die Beamten zur Kontrolle schritten, wollten sich die Fahrzeuginsassen aus dem Staub machen. Einer von ihnen trug eine Schusswaffe und eine Handgranate bei sich. Er versuchte in einem nahegelegenen Waldstück unterzutauchen.

Die Polizeibeamten folgten dem Mann mit einigem Respektabstand, riefen ihm zu, er möge anhalten und gaben einen Warnschuss ab. Dann explodierte die Granate und riss den Mann in den Tod. Ob es sich um einen Unfall oder Selbtsmord handelte, wird wohl nicht mehr abschließend zu klären sein. Der Presseaussendung der ungarischen Polizei ist zu entnehmen, dass der Fliehende seine Waffe gegen sich selbst gerichtet hätte, als die Handgranate explodierte. 

Während der turbulenten Ereignisse gelang es drei der Migranten zu entkommen. Zwei weitere konnten gestellt und festgenommen werden. Sie konnten weder ihre Identität noch einen plausiblen Grund für ihren Aufenthalt in Ungarn nachweisen. Die Männer wurden gemäß geltendem ungarischem Recht in ein „Sicherheitslager“ an der Grenze verbracht. Zur Nationalität der Einreisewilligen wurden keine näheren Angaben verlautbart. Inzwischen läuft die Suche nach den drei flüchtigen Flüchtlingen.