Zum zweiten Mal wurde der „Green-Belt-Award“ an eine österreichische Gemeinde vergeben. Die Gemeinde Leopoldschlag (Bez. Freistadt) durfte heuer die Auszeichnung entgegen nehmen.

Gemeinsam mit dem Natuschutzbund wurde die Grenzgemeinde für ihren unermüdlichen Einsatz um die Natur belohnt.

Alte Todeszone ist nun blühender Lebensraum

Der Preis wird an Gemeinden vergeben, die sich besonders um das sogenannte „Grüne Band Europas“ verdient machen. Dabei handelt es sich um den ehemaligen „Todesstreifen“ am Eisernen Vorhang, der sich während der Jahrzehnte ohne menschliche Einmischung zu einem blühenden Naturjuwel entwickelte. Das Grüne Band reicht vom Norden Finnlands, quer durch ganz Europa bis zum Schwarzen- und Mittelmeer.

Besondere Artenvielfalt

Als Begründung wurden Schutz und Entwicklung des 1998 ausgewiesenen „Natura 2000“-Gebietes Maltsch angegeben. Das 348 Hektar große Schutzgebiet umfasst den österreichischen Teil des Grenzflusses Maltsch und seiner Auenbereiche. Das Gebiet beheimatet bedeutende Lebensraumtypen und gefährdete Arten wie Wachtelkönig, Birkhuhn, Eisvogel, Schwarzstorch, Grauspecht, Luchs, Fischotter, Flussperlmuschel und den Großen Ameisenbläuling. In den Überschwemmungswiesen bei Leopoldschlag brütet regelmäßig die sehr seltene und gefährdete Bekassine.

Wasserbüffel im Mühlviertel

Besonders exotisch: Ein innovatives Beweidungsprojekt mit Wasserbüffeln startete bereits 2014 in Kooperation mit dem Landschaftspflegeverein Freiwald-Maltsch und dem „Grünes-Band-Europa“-Informationszentrum. Ziel war es, wertvolle Feuchtgebiete entlang der Maltsch nachhaltig zu sichern und zu entwickeln. Das Wasserbüffelprojekt etablierte sich zudem als touristische Attraktion, so werden durch das Informationszentrum auch regelmäßige Wasserbüffel-Führungen angeboten.

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