Nach dem Bekanntwerden der mutmaßlich korruptiven Kurznachrichten zwischen Sebastian Kurz, Gernot Blümel und ÖBAG-Chef Thomas Schmid ziehen die türkisen Regierungspolitiker Konsequenzen. Wie Wochenblick-Recherchen ergaben, stieg sowohl Sebastian Kurz als auch Gernot Blümel am Montag auf den verschlüsselten Kurznachrichtendienst Signal um. 

Intime Chats mit dem mittlerweile mächtigen ÖBAG-Alleinvorstand Thomas Schmid brachten Finanzminister Gernot Blümel bereits im Februar in eine peinliche Situation. Mit den Worten „Tu es für mich 😘 Blow Kiss Emoji [Free Download IOS Emojis] | Emoji Island bat ihn Blümel vor seiner Zeit als Finanzminister, beim damaligen Generalsekretär des Finanzministeriums zu intervenieren.

„Kriegst eh alles, was du willst“ – Schmid wird ÖBAG-Alleinvorstand

Vor wenigen Tagen wurden nun die Chats zwischen Blümel, Kurz und Schmid aus dem Ermittlungsakt der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft bekannt, die belegen sollen, dass Schmid durch sein intimes Verhältnis zu den beiden Spitzenpolitikern seinen Top-Job bekam. „Du kriegst eh alles, was du willst 😘 Blow Kiss Emoji [Free Download IOS Emojis] | Emoji Island 😘 Blow Kiss Emoji [Free Download IOS Emojis] | Emoji Island 😘 Blow Kiss Emoji [Free Download IOS Emojis] | Emoji Island, soll Sebastian Kurz dem späteren ÖBAG-Alleinvorstand geschrieben haben mit drei Herz-Kuss-Emojis. Dieser entgegnete: „Ich bin so glücklich. Ich liebe meinen Kanzler.“

Schmid an Blümel: „Das bist du mir schuldig“

Und wieder haben es die Chats mit dem nunmehrigen Finanzminister Gernot Blümel in sich: Er müsse das Gesetz, das Grundlage für Schmids Karriere-Sprung sein sollte: „rasch umsetzen! Das bist du mir echt schuldig!„, ließ ihn Schmid wissen. Als Schmid ein Gesetz nach Blümels Vorstellungen schrieb, ließ ihn dieser wiederum wissen: „Devote Liebe kann auch nett sein :-)“. Für Schmid sei diese jedoch laut seiner Antwort eine „Neue Erfahrung :-)“ Doch das war noch gar nicht alles an Drama. Als Schmid – wieder einmal Angst hat, seine Karrierepläne könnten scheitern, droht er gegenüber Blümel: „Ich stürze mich heute in die Donau und du bist schuld!“ Der Finanzminister entgegnete nicht minder dramatisch: „Pass auf dass du nicht auf mich drauf springst.“ 

Kurz und Blümel jetzt auf Signal

Der intime Nachrichten-Verkehr mit politischer Sprengkraft geschah großteils über das einfache SMS-Service. Offenbar fühlte sich die intime, türkise Clique sicher und ging nicht davon aus, dass die mutmaßlich korruptiven Nachrichten jemals ans Licht kämen. Zumindest bis Montag. Denn seit dem 29. März nützen Sebastian Kurz und Gernot Blümel nun die verschlüsselte Nachrichten-Applikation „Signal“. Auf Signal können die Nachrichten wesentlich sicherer ausgetauscht werden. Sie können verschlüsselt werden, unter einen Selbstzerstörungs-Modus versendet und einseitig gelöscht werden. Österreichs Behörden sind abseits der mobilen Kommunikation weitgehend machtlos. Während sie Telefonate über das Mobilfunknetz abhören können, müssen sie bei Telefonaten über das Internet mangels technischer Möglichkeiten meist passen.

 

Mehr zum Thema: