Proteste in Dublin; Foto: Screenshot Twitter
Proteste in Dublin; Foto: Screenshot Twitter

Der Funke zum Widerstand hat auch in Irland ein Feuer entfacht. Die Staatsmacht in Gestalt der Polizei hatte am Samstag alle Hände voll zu tun, da auch hier hunderte Menschen gegen die Corona-Politik auf die Straße gingen. 23 Widerständler wurden am Samstag in Dublin verhaftet, drei Polizisten leicht verletzt.

Von Alina Adair

Polizeikommissar Drew Harris sagte gegenüber der irischen Zeitung RTE, dass einige Demonstranten bereit waren, Gewalt anzuwenden. Offenbar war Harris davon überrascht und hatte nicht damit gerechnet, dass die Wut über entzogene Grundrechte irgendwann in Gewalt übergehen könnte. Er erwähnte, dass einige Demonstranten mit Feuerwerksraketen schossen, während sie von Polizisten in militärischer Montur und Schusswaffen sowie Hunden in Schach gehalten wurden. Harris meinte verstört, dass jemand Feuerwerk auf die Polizisten gerichtet habe, dass zum Glück aber niemand verletzt wurde.

Gewaltbereitschaft der Kundgebungsteilnehmer

Harris betonte, dass man Feuerwerkskörper nur dann zu einer Demonstration mitbringt, wenn man beabsichtigt, Gewalt anzuwenden. Er meinte damit nicht die zahlreichen Uniformierten mit Schlagstöcken, Waffen und Hunden, die anwesend waren, um für Ordnung zu sorgen und Gewalt zu unterbinden – falls nötig mit Gewalt.

Der Polizeikommissar drängte dazu, die „Täter“, die Feuerwerk abgeschossen haben, schnell vor Gericht zu bringen und abzuurteilen, um Nachahmer abzuschrecken. Er sagte auch, die Teilnahme an einem Protest sei kein Grund für wesentliche Reisen. „Wir werden Einzelpersonen verfolgen, insbesondere diejenigen, die einen sehr schwierigen Kern bildeten.“

Polizeikommissar Harris berichtete, dass „Maskengegner“, „Anti-Impfgruppen“ und „Anti-Lockdown-Gruppen“ demonstrierten, darunter Linke und Rechte, die Seite an Seite standen. Harris bezeichnete das aufgebrachte Volk schlichtweg als „Mob“ und er ärgerte sich, dass es den Anschein machte, als hätten diese zusammen gearbeitet. Offenbar hat Harris bisher noch nie zuvor erlebt, dass Rechts und Links sich verbünden, was in der Regel dann vorkommt, wenn ein autoritärer Staat zum gemeinsamen Feind wird. So jedenfalls konnte man es in der DDR beobachten, wo am Ende jeder auf die Straße ging, der nicht der SED-Linie treu folgte. Dabei sei angemerkt, dass die heutige Kanzlerin Merkel damals nicht demonstrierte, da sie die DDR gerne behalten hätte.

In den irischen Medien ist die Rede von hunderten Demonstranten, die in Dublin gegen die Politik der Willkür auf die Straße gingen.

Auf die Frage, ob womöglich die Polizei exzessive Gewalt eingesetzt habe, wich Harris aus und meinte „das habe er nicht sehen können“ und erinnerte gleichzeitig daran, dass Personen, denen Gewalt widerfahren ist, Beschwerde beim Ombudsmann einreichen können. Die eingesetzte Gewalt der Polizei, die auf Unbeteiligte eher wirkte, als wolle sie in Afghanistan einfallen, bezeichnete er als „verhältnismäßig“.

Polizei wäre nicht besonders zimperlich vorgegangen

Ein Untersuchungsausschuss soll jetzt gebildet werden, um die Gewaltexzesse am Samstag zu untersuchen.

Schon zu Mittag waren Demonstranten daran gehindert worden, sich im Park zu versammeln. Die Polizei forderte das Ordnungsamt auf, den Park für die Öffentlichkeit zu schließen, was folglich auch passierte.

Weiteren irischen Politikern, die sich zu Wort meldeten fehlte ebenfalls die Einsicht und das Verständnis für die Wut des Volks, dem nach und nach sehr wohl bewusst wird, dass die Lockdowns nicht wegen Corona, sondern für den „Great Reset“, eine globalistische, weltweite Machtübernahme, eingeführt wurden. Die Menschen fordern ihre Leben zurück. Sowohl in Dublin als auch an anderen Orten, wo die Corona-Politik gängelt und die Rechte beschneidet, wollen die Menschen zurück zur Normalität.

Justizministerin McEntee (Fine Gael – bürgerlich-liberale Christdemokraten) bezeichnete die Proteste sogar als Beleidigung für alle, die „ihr Leben und ihren Lebensunterhalt auf Eis gelegt und sich an alle Beschränkungen gehalten haben“. Auch sie kann nicht nachvollziehen, warum Menschen ihre Freiheit zurückfordern, die ihnen vom Staat genommen wurde. Sie kündigte an, dass die Polizei weiterhin in militärischer Montur gegen jeden Widerstand vorgehen wird.

In dem Artikel der irischen Zeitung RTE ist nicht ein Wort Verständnis für die aufgebrachte Bevölkerung zu finden. Stattdessen werden Demonstranten als wüste Gewalttäter bezeichnet. Keiner der Demonstranten trug einen Brustpanzer, Helm oder Schlagstock. Das entwaffnete Volk versuchte wohl vielmehr, mit der bisherigen Ohnmacht gegen die Entrechtung irgendwie umzugehen. Dennoch schimpften irische Politiker auf die Demonstranten, die nur ihre Grundrechte zurück fordern.

Systemtreu folgen sie der Linie des Mainstreams, der genau so wie in anderen Corona-Politik-Ländern, in denen die gesteuerten Medien nur das berichten, was die Politik erlaubt.