Nun fallen die Masken langsam! Nein, nicht die Gesichtsfetzen, welche man uns trotz gegenteiliger Studien als Allheilmittel angedeihen lässt. Sondern jene der Lügen und Schwindeleien, mit denen uns die Mächtigen einreden wollen, immer noch den nächsten Corona-Irrsinn mitzumachen. In Griechenland dürfen künftig nämlich nur mehr geimpfte Personen in die Innenräume von Lokalen. Droht auch uns ein solches „Impf-Moussaka“? Immerhin trommeln Kurz, Mückstein & Co. für eine rasche Durchimpfung und behaupten längst, dass die Pandemie nur für Geimpfte vorbei sei. Und das bereitet vielen Bürgern zurecht Sorgen.  

Kommentar von Alfons Kluibenschädl

Die neue Variante soll die Impfbereitschaft ankurbeln

Selige Zeiten waren das im Vorjahr, als man im ersten Corona-Sommerloch regelrecht als Verschwörungstheoretiker galt, wenn man vor einer Impfpflicht warnte. Immerhin waren sogar die Notfall-Zulassungen für die umstrittenen Vakzine im öffentliche Bewusstsein noch ziemlich weit weg. Und bekundete doch nicht der Kanzler höchstpersönlich in seinem allwöchentlichen Mantra, dass man bei allen Maßnahmen auf Freiwilligkeit setzt?

Ein Jahr später sind die Corona-Zahlen – welch Wunder – ähnlich niedrig wie im vorigen Sommer. Plötzlich kommt eine umso „gefährlichere“ und „ansteckendere“ Variante ums Eck. Die soll nun angeblich auch die Jungen hinwegraffen – einzig, sie tut es nicht. Zwar „wütet“ sie angeblich in Großbritannien und Holland und lässt die Inzidenzen in die Höhe klettern. Die Krankenhausbetten bleiben aber leer. Also muss man den Menschen ein wenig nachhelfen, um sie zur Impfung zu treiben.

Mit Druck und Angst wird Beine gemacht

Denn in letzter Zeit geriet die sündhaft teure Impf-Propaganda vieler Länder erstmals so richtig ins Stocken. Es stellte sich etwa heraus, dass sich auch Geimpfte bei Geimpften anstecken können. Und dass unklar ist, ob die Vakzine überhaupt gegen die „Delta“-Variante helfen. Daneben gingen die Fallzahlen runter, die Temperaturen hoch – und auch die erste Faszination über nach sechs Monaten wieder öffnende Wirtshäuser lässt nach. Wer bislang keinen Grund sah, am Menschenversuch teilzunehmen, dem müssen die verzweifelten Eliten neue liefern, um nicht auf ihren Schrott-Seren sitzen zu bleiben

Und so verschärft halb Europa teilweise die Tonart, teilweise die Maßnahmen. In einigen Berufen gibt es auch hierzulande schon eine Impf-Pflicht für Neuanstellungen. Und in Frankreich sollen Corona-Tests bald kostenpflichtig sein – etwas, das Mückstein wohl auch für unsere Heimat plant. In Griechenland entschied man sich in einem seltenen Anflug von Ehrlichkeit aber, das Kind mit dem Bade auszuschütten. Man schreitet ohne jeglichen Zwischenschritt zur Sache vor und erlässt die Impfpflicht fürs Lokal.

Urlaub und Leben in Griechenland als Impf-Hölle

Egal, ob Sie ein Grieche sind oder nur als Tourist dem Ruf eines steirischen Gassenhauers (STS – „Irgendwann bleib I dann dort“) folgten: Wenn Sie sich keine Impfnadel in den Körper haben jagen lassen, schauen Sie dort durch die Finger. Kein herzhafter Gyrosteller mehr, kein Ouzo zur Verdauung, keine lauen Sommernächte in Tavernen am Strand. Um dieses ganz normale Lebensgefühl genießen zu können, müssen Sie sich impfen lassen.

Selbst dann, wenn Sie nach dem Flanieren auf einem Markt einfach nur einmal ins Kühle wollen und ein Glas Wasser trinken: Kein „Jaukerl“ heißt keine Bedienung. Natürlich ist das nicht die einzige griechische Trägodie: Denn sämtliche Kulturbetriebe sind auch von dieser Regelung umfasst. Wer das große Schaffen der Hellenen in der Antike in einem Museum bestaunen will, darf also am Eingang einen prall gefüllten Impfpass vorweisen. Ob man sich die Impfung wie in Deutschland beim Schnellkost-Imbiss US-amerikanischer Prägung im Tausch gegen ein Fleischlaberl holen kann, ist indes nicht bekannt.

Schleichende Abstumpfung ist Kalkül der Mächtigen

Im Gegensatz dazu hören sich die übrigen griechischen Verschärfungen wie ein „Lercherlschaß“ an: Impfpflicht im Gesundheitssektor und in der Pflege – das ist zwar  auch verrückt genug, haut aber im Sommer 2021 niemanden mehr vom Hocker. Italien erließ einen solchen Zwang längst gesetzlich, auch in Wien und in Niederösterreich gilt er zumindest für Neuanstellungen. Also ist man längst abgestumpft und hat als Normalität akzeptiert, was noch vor Monaten als unvorstellbar galt.

Aber genau diese schleichende Gewöhnung ist das Problem: Denn sie hilft den Mächtigen bei ihrer Inszenierung. Mainstream-Medien berichten darüber, dass in diesem Sommer ja eh alles gleich wäre wie letztes Jahr: nämlich dass es „relativ wenige“ Beschränkungen gab. Die Wirklichkeit schaut anders aus. Vor einem Jahr gingen wir ohne Maske einkaufen und setzten uns nach Lust und Laune ins Kaffeehaus. Nunmehr braucht es einen Test für das Bäckerfrühstück ebenso wie fürs Warten auf den Zug in der Bahnhofsspelunke.

Wider die Impf-Diktatur: Mehr Aufmüpfigkeit wagen

Zwei Schritte in die Diktatur, einen zurück in eine vorgegaukelte Freiheit – so gehen die Eliten seit mehr als einem Jahr bei ihrem Corona-Kurs vor. Am Ende sind wir dann zwar unfrei und freuen uns, wenn wir als Ungeimpfte noch den eigenen Nachbarn besuchen dürfen. Die Politdarsteller stellen sich dann trotzdem hin und behaupten vollmundig, sie hätten uns ohnehin nur ständig die Freiheit geschenkt. Und es wäre ja nicht so, als würden nicht längst erste eifrige Politiker die „1G-Regel“ für die Nachtgastronomie hierzulande fordern…

Das Thema ist so allgegenwärtig, die Debatte über eine Impfpflicht ebenso, dass sie fast auswegslos erscheint. Dabei ist die Sache ganz einfach: Wenn niemand bei ihrem Irrsinn mitmacht, kann er nicht wirken. Wenn alle Wirte über Nacht keinen 3G-Nachweis wollen, alle Chefs ihren Arbeitnehmern die Impf-Entscheidung freistellen und die Menschen die Maske einfach ablegen, ist die sogenannte „Pandemie“ relativ rasch vorbei.

Freiheit wird nicht geschenkt, sondern erkämpft

Denn der Herdentrieb, auf denen die Mächtigen nun abzielen, um die totale Durchimpfung zu erreichen, funktioniert auch in die andere Richtung. Wenn ich sehe, dass sich mein Nächster von den Schikanen der Obrigkeit nicht ins Bockshorn jagen lässt, dann traue auch ich mich eher, auf deren unnachvollziehbare Regeln zu pfeifen. Und wenn ich selbst den ersten Schritt mache, animiere ich andere, meinem Beispiel zu folgen. Blockwarten und Ordnungshütern mache ich es ebenso schwierig, auf absurde Regeln zu pochen.

Denn je „folgsamer“ und höriger ein Volk, desto eher zieht die „Vurschrift is Vurschrift“-Tour. Am anderen Ende der Skala steht die  „Scheißegal-Nummer“ des Verkehrspolizisten in Neapel, der munter an der Zigarette zieht, während die halbe Stadt gegen die Einbahn fährt. Sie können nicht einsperren – und selbst wenn sie es könnten: Irgendwann plagen auch sie die Gewissensbisse.

Spätestens, wenn sie von in Freiheit feiernden Bürgern aus dem Wirtshaus verwiesen werden und fürs eigene Feierabendbier Besserung geloben müssen. Freiheit bekommt man nicht geschenkt, man erkämpft sie sich, einen Schritt nach dem anderen. Diese Empfehlung gilt übrigens auch für überall: Egal, ob Sie gerade in Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien oder Griechenland sind.

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