Brisant: Laut Auskunft der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) belief sich das Budget für das Impf-Propaganda-Video auf 950.000 Euro. 450 Euro bekam jeder Laiendarsteller, wofür war der Rest? Wochenblick fragte bei der ÖGK nach!

  • Die widerliche Video-Propaganda-Aktion der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) stieß auf ablehnende Reaktionen in den Sozialen Medien (Wochenblick berichtete hier, hier und hier).
  • Laut Auskunft der ÖGK belief sich das Budget dafür auf 950.000 Euro.
  • 450 Euro bekam jeder Laiendarsteller, wofür war der Rest?

Unter dem Hashtag #lassunsimpfen hat die ÖGK eine geschmacklose Impf-Videokampagne in Umlauf gebracht, die auf Social Media gehörig Staub aufgewirbelt hat.

Im nur 25 Sekunden dauernden Videoclip wurde suggeriert, die Impfung mache frei: „Baby, lass uns impfen! Ich und du wir zwei. Lass uns hier verschwinden, Endlich sind wir frei!“.

Für die Produktion dieses Videos bzw. der gesamten Kampagne stand der ÖGK ein Budget von 950.000 Euro zur Verfügung, wie man dem Statement des ÖGK-Presseteams weiter unten entnehmen kann. Wie schon erwähnt, bekamen die Laiendarsteller für ihre Darbietung schlappe 450 Euro pro Kopf. Was ist mit dem Rest der ÖGK-Gelder passiert?

Wochenblick wollte es genauer wissen

Wochenblick fragte bei der Pressestelle der ÖGK nach, wie die Geldmittel eingesetzt wurden, ob diese zur Gänze verbraucht wurden und welche Stelle das Geld „genehmigt“ hatte. Wochenblick erhielt folgende Antwort von der ÖGK: „…ja, es wurde ein Kampagnenbudget von 950.000€ genehmigt.“ Auch wenn die Antwort etwas umfangreicher ausgefallen ist (siehe unten), wurde keine weitere der sechs Wochenblick-Fragen beantwortet. Von Transparenz scheint man also bei der ÖGK nicht sonderlich viel zu halten. Wie die 950.000 Euro also genau eingesetzt wurden, woher sie kamen und ob davon noch „etwas frei ist“, verschweigt die Österreichische Gesundheitskasse.

Das Geld der Anderen

Immerhin handelt es sich um Geld der Österreicher, das dort „verbraten“ wurde und ein bisschen mehr Offenheit darüber, was man mit unserem Geld so treibt, ist vor allem dann einzufordern, wenn daraus derart intelligenzbeleidigende Machwerke entstehen. Die durchwegs negativen Reaktionen in Sozialen Medien lassen zumindest darauf schließen, dass Herr und Frau Österreicher mit dem Ergebnis des (beinahe) 1-Million-Euro-Projektes nicht zufrieden waren.

Die ganze Antwort des ÖGK-Presseteams

Abgesehen von der ersten Zeile findet man den selben Text inklusive der selben Fehler auch hier unter dem Video.

Sehr geehrter …,

ja, es wurde ein Kampagnenbudget von 950.000€ genehmigt. Als größte österreichische Krankenversicherung, bei der mehr als 7,2 Millionen Menschen versichert sind, ist es unsere Aufgabe, die Menschen hinsichtlich der Impfung umfassend zu informieren. Dazu haben wir ein Musikvideo geschaffen, das Aufmerksamkeit generieren soll.

Das Herzstück der Kampagne ist aber die Landingpage www.lass-uns-impfen.at,  auf der wir sämtliche Informationen hinsichtlich Impfstoffe, Impfreaktionen, Nebenwirkungen, Impfstoffe, aber auch Präventionsmaßnahmen, übersichtlich und einfach verständlich zusammengefasst haben. Die Österreichische Gesundheitskasse sieht in der Impfung die derzeit beste Möglichkeit um wieder zu ein wenig Normalität zurückzufinden.

Selbstverständlich ist die Entscheidung sich impfen zu lassen – oder nicht – ausschließlich jeder und jedem Einzelnen überlassen. Jede und Jeder muss für sich zwischen dem Risiko zu erkranken und dem Risiko einer Impfung abwägen. Es gilt aber: die Impfung ist nicht nur eine Frage des Selbstschutzes sondern auch eine des Schutzes der Mitmenschen.

Mit freundlichen Grüßen,

Das ÖGK Presseteam

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