Nach dem wahnsinnigen Katzen-Killer von Graz sind nun auch Fälle aus Kärnten aufgetaucht. Im Gailtal soll eine Frau jahrelang Katzen missbraucht und gequält haben. Die Politik fordert nun harte Konsequenzen. In Oberösterreich spricht Landeshauptmann-Stellvertreter Haimbuchner (FPÖ) von einem „Sinnbild für den Verfall unserer Gesellschaft“.

Es ist ein unvorstellbarer Wahnsinn: Eine Frau hat immer wieder Katzen lebendig verbrannt, in einer Jauchegrube versenkt oder lebendig begraben. Nach einer Anzeige durch Tierschützer wurde der Hof der Gailtalerin nun aufgelassen, gegen die Frau ein Tierhalteverbot verhängt, das auch regelmäßig behördlich kontrolliert werden soll. Aus der Kriminalpsychologie ist bekannt, dass Taten wie in Graz oder Kärnten oft Vorboten für schlimmere Verbrechen wie Mord sind.

Tierquälerei oft Vorbote für Gewalttaten

Der oberösterreichische Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner ist persönlich entsetzt von den Vorgängen und äußerte sich klar und entschlossen auf Facebook:

Die unsäglichen Vorfälle der letzten Wochen sind ein Sinnbild für den moralischen Verfall unserer Gesellschaft. So wie wir mit den Schwächsten in unserer Gesellschaft, nämlich unseren Tieren umgehen, so gehen wir auch miteinander um. In Ried im Innkreis wurden einer lebenden Wildente die Beine abgeschnitten und ihr die Flügel gestutzt. In Graz häutete ein Unbekannter mehrere Katzen bei lebendigem Leibe. Wer sowas macht, ist nicht nur ein Tierquäler, er ist eine Gefahr für unsere Gesellschaft. Laut Experten haben 70 Prozent aller Gewalttäter eine Vorgeschichte als Tierquäler. Hier kann nicht länger zugeschaut werden. Ich fordere daher eine Nulltoleranzpolitik und strikteste Verfolgung solch grausamer Verbrechen.