Ein Video verbreitet sich zur Zeit rasend schnell im Netz: Darauf ist ein offensichtlicher Muslim zu sehen, der mit Hammer und Meißel auf eine Statue einschlägt, sie massiv beschädigt. Laut Facebook-Nutzern soll es sich angeblich um eine Statue des Christkindes mit der Mutter Maria in Italien handeln. „Wochenblick“ hat nachgehakt.

Das schockierende Video wurde unter anderem auf Facebook von einer brasilianischen Nutzerin auf Facebook veröffentlicht und dort mehr als 65.000mal geteilt. Zahlreiche, vor allem portugiesisch-sprachige Nutzer zeigen sich schockiert ob der Attacke auf die im antiken Stil geschaffene Statue.

Tobende Menge

Zu sehen ist darauf ein Mann, der mit einem langen weißen Mann bekleidet ist. Mit roher Gewalt sowie Hammer und Meißel auf eine halbnackte Statue einer weiblichen Schönheit einschlägt. Eine wütende Menge umgibt ihn – während einige Personen dem irren Treiben tatenlos zusehen, ergehen sich andere in wütenden Zurufen. Schließlich wird der Mann sogar beworfen und mit Latten attackiert! Männer zerren den Vandalen  schließlich in die Tiefe.

Fand es in Italien statt?

Auf Youtube ist das Video ebenfalls zu finden. Dort hat das Webradio „RedeBrasil.net“ das Video veröffentlicht. „Ein Muslim zerstört in Italien die Statue des Kindes Jesus mit der Jungfrau Maria. In dem Land, das ihn beherbergte und ihm wöchentlich Essen, Haus und Geld gab“, wird das Video beschrieben.

Tatort Nordafrika

Eine nähere „Wochenblick“-Recherche in französischsprachigen Medien ergab indes: brutal zerstörte Statue stellt keineswegs ein christliches Motiv, sondern vielmehr eine barbusige Schönheit im antiken Stil dar. Sie gehört zu einem Brunnen namens „Ain El Fouara“ und stellt eines der wesentlichen Sehenswürdigkeiten der nordafrikanischen Stadt Serif (Algerien) dar. Errichtet wurde sie im 19. Jahrhundert von dem renommierten französischen Bildhauer Francis de Saint-Vidal.

Beim Täter soll es sich laut Medienberichten um einen radikalen Islamisten handeln. Zu dem barbarischen Akt kam es bereits Mitte Dezember des vergangenen Jahres. Neben den Brüsten wurde auch das Gesicht der Statue von dem Mann zerstört. Offenbar entsprach die „zu freizügige“ Statue einer Frau nicht den radikalislamischen Vorstellungen des Mannes.

Nicht die erste radikalmuslimische Attacke

Es soll sich nicht um die erste brutale Attacke auf die Statue handeln. In dem nordafrikanischen Land Algerien spielen Islamisten eine nicht unwichtige Rolle. Die Regierung kämpfte verbittert gegen radikalislamische Terroristen.

Bereits im April 1997 wurde die Statue bei einer mutmaßlichen muslimischen Bomben-Attacke beschädigt. Und schon 2006 attackierte ebenfalls ein Islamist die antike Schönheit mit einem Hammer.

Ein weiteres Video zeigt das ganze Ausmaß der brutalen Barbarei: