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Für das Erfinden eines Kopftuch-Emojis wurde die 16-jährige Diplomatentochter Rayouf Alhumedhi zur Österreichs einflussreichstem Teenie gewählt.

Schon erstaunlich mit welchen Aktionen man heute groß in die Zeitung kommt! „Österreichs einflussreichster Teenie“ jubelte kürzlich der „Kurier“ auf einer Dreiviertelseite über die 16-jährige Diplomatentochter Rayouf Alhumedhi aus Saudi Arabien.

Ein Kommentar von Chefredakteur Kurt Guggenbichler

Der unbedarfte Österreicher fragt sich nun: „Wos is ihr Leistung?“ Sie werden es nicht glauben: Rayouf hat das Kopftuch-Emoji erfunden! Endlich!

Emoji für Muslime

Auf diese kulturelle Großtat scheint die Welt offenbar schon sehnlichst gewartet, denn vom US-Magazin „Time“ wurde Alhumedhi dafür nicht nur in den höchsten Tönen gelobt, sondern auch noch geehrt.

Für sie sei dies der Ausdruck ihres Glaubens, sagte Rayouf, die sich und ihre islamischen Geschlechtsgenossinnen in der Emoji-Sammlung für das Internet nun adäquat repräsentiert und gewürdigt fühlt.

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Die Islam-Barbie von Mattel sorgt nun für reichlich Wirbel im Netz.

Scheinheilige Doppelmoral

Dieses Erfolgserlebnis wie auch die Ehrungen gönne ich dem Teenie natürlich von Herzen, hoffe aber inständig, dass nun keine 16-jährige Österreicherin auf den Gedanken kommt, jetzt auch ein Emoji anzuregen oder gar zu verlangen, dass dieses den Kopf einer jungen Christin mit einem Kreuz-Kettchen um den Hals zeigt.

Denn nicht Lob und Ehrungen wären ihr dann gewiss, sondern ein Shitstorm im Netz und in den Mainstream-Medien, den sich wahrlich niemand antun muss.

Radikaler Islamismus als Spiel

Überraschen würde dies jedoch die wenigsten, denn neu ist die ungeheure Unehrlichkeit in dieser Thematik nicht. Amer Albayati, der Vorsitzende der „Liberalen Muslime Österreichs“, fordert daher schon längst ein Ende der „Kopftuch-Heuchelei“, mit der neuerdings offenbar auch der Spielzeughersteller Mattel sein Süppchen zu kochen versucht.

Muslim-Barbie sorgt für Wirbel

Denn die lange blonde Mähne seiner jüngsten Barbie-Puppe wird nun auch unter einem Hidschab versteckt, wohl in der Hoffnung, damit viel Gratiswerbung in den Medien zu bekommen und die  Muslima-Puppe gut verkaufen zu können.

Dass Kopftuch, Hijab wie auch Burka und Tschador „Symbole radikaler Islamisten“ sind, „um Frauen zu unterdrücken und zu versklaven“ wie Albayati konstatiert, stört Mattel offenbar nicht.