Wels ist erschüttert. Schon seit 2012 ist der mutmaßliche Terror-Taliban im Land. Anfang der Woche wurde der Afghane durch die Sondereinheit Cobra endlich aus dem Verkehr gezogen. Im Gespräch mit dem Islamismus-Kenner Irfan Peci gibt dieser Aufschluss darüber, dass die Gefahr mit der Festnahme dieses einen mutmaßlichen Taliban längst nicht gebannt ist.

Von Bernadette Conrads

Irfan Peci war selbst Islamist und weiß, wie verführerisch die Versprechen der radikalen Gruppen auf junge Migranten wirken. Heute ist er ein entschiedener Gegner der Islamisierung. Kürzlich deckte er auf, welche Verbindungen zwischen der Wiener Migranten-Liste SÖZ und Erdogans AKP bestehen. Er ist sich sicher: das Problem ist die unkontrollierte Zuwanderung aus islamischen Ländern.

Hohe Dunkelziffer unter Migranten

Mit der Festnahme dieses einen Islamisten sei die Gefahr längst nicht gebannt, erklärt uns Irfan Peci. Er vermutet, dass sich durch die Zuwanderung eine große Anzahl an Islamisten unter uns befindet. Irfan Peci: „Wir wissen, dass sich unter den sogenannten Flüchtlingen eine beachtliche Anzahl an Islamisten befindet. So tauchen zunehmend Terrorverdächtige, Islamisten und Terroristen unter ihnen auf. Die Dunkelziffer muss groß sein. Doch wir können nicht bemessen, wie viele solcher Taliban-Kämpfer bei uns im Land sind. Diese Leute wurden bei ihrer Ankunft 2015 und davor zu wenig beziehungsweise gar nicht überprüft. Wir wissen daher nichts über diese Leute.“

Seit acht Jahren im Land

Das Problem dieser unkontrollierten Aufnahme von Asylwerbern zeige sich auch im Fall des Welser Terror-Taliban, meint Peci. So sei es „beachtlich, dass der Afghane bereits seit 2012 im Land war und nicht auffiel“, erklärt uns Irfan Peci im Gespräch. „Man hat den nur erwischt, weil er im Internet aktiv war. Er hat sich nicht komplett konspirativ verhalten, sondern war auffällig, hat Propaganda im Internet betrieben.“ Hätte sich der mutmaßliche Taliban zurückhaltender verhalten, wären ihm die Behörden bis heute nicht auf die Schliche gekommen, vermutet Peci.

„Das sind die Gefährlichsten“

Fälle wie jener des Welser Taliban seien die gefährlichsten, weil sie bereits als tickende Zeitbomben ins Land gekommen sind, meint Irfan Peci: „Er war ja schon vorher ein Taliban-Kämpfer. Als er vor acht Jahren ins Land kam, war der Afghane also bereits hoch radikalisiert und ideologisiert. Er hat Kampferfahrungen gesammelt und ist so nach Österreich gekommen. Das sind die gefährlichsten. Die befinden sich dann im Land und können hier viel Schaden anrichten.“

Afghanen sollten nicht aufgenommen werden

Der bosnisch-stämmige Deutsche hält die Aufnahme von Afghanen grundsätzlich für problematisch. Natürlich wäre alleine die Anzahl der vereitelten Anschlagsversuche ausreichend Grund dafür, Menschen aus Ländern wie Afghanistan nicht aufzunehmen. Aber es sei nicht nur der Islamismus, der die Afghanen zur Problemgruppe macht: „Gerade in Österreich sind aber die Afghanen unter den Flüchtlingen eine große Gruppe. Und sie fallen überwiegend negativ auf. Durch Sexualdelikte oder etwa auch Revierkämpfe mit Tschetschenen. Dann kommt noch der Islamismus dazu, der sie zu einem zusätzlichen Sicherheitsrisiko macht.“

Welser Vizebürgermeister: Abschiebung, aber sofort!

Auch der Welser Vizebürgermeister, Gerhard Kroiß, ist entsetzt über die zutage getretenen Hintergründe: „Sofern die Medienberichte stimmen, ist es absolut inakzeptabel, dass ein Asylverfahren in Österreich acht Jahre lang dauert.“ Sollte sich die Schuld des Tatverdächtigen erweisen, so sei dieser abzuschieben, fordert der Vizebürgermeister: „Und zwar nicht irgendwann, sondern sofort! Wer anderen Gewalt und Tod androht, hat sein Bleiberecht in Österreich verwirkt.“

Spätestens jetzt sei das BVT gefragt, um belastbare Ergebnisse zu radikalen Umtrieben in Welser Moscheen zu präsentieren, damit man gegen diese vorgehen könne.