Österreichs Ex-Ministerin Bandion-Ortner befand einst, dass in Saudi Arabien nicht an jedem Freitag geköpft wird. In Europa entwickeln sich die Dinge leider in die andere Richtung. Diesen Freitag enthauptete ein radikaler Moslem in einem Pariser Vorort einen Lehrer. Der Geschichteprofessor soll im Unterricht über Rede- und Pressefreiheit gesprochen und dabei Mohammed-Karikaturen gezeigt haben.

Gegen 17 Uhr rief der blindwütige Moslem laut „Allahu Akbar“ (= „Allah ist größer“) und ermordete den Pädagogen auf offener Straße. Er lauerte dem Lehrer in der kleinen Ortschaft Eragny-sur-Oise mit einem Küchenmesser auf. Laut französischen Medien „verstümmelte er sein Opfer auf grausame Weise“. Dabei wurde wohl auch der Kopf abgetrennt. Der Ermordete war Geschichtsprofessor am Bois d’Aulne College in Conflans-Sainte-Honorine. Zu Herkunft und Alter des Täters kursieren unterschiedliche Angaben. Zunächst war die Rede von einem Algerier welcher der Vater eines der Schüler gewesen sein solle. Mittlerweile verdichtet sich die Faktenlage aber dahingehend, dass es sich um einen 18-jährigen Tschetschenen handelte, der durch eine Fatwa durch eine radikale Moschee zu der Tat angestiftet wurde. (Nachtrag: 17.10., 12:00)

Terrorist vor Ort erschossen

Einige hundert Meter weiter stellte die Polizei den Täter, einen jungen Tschetschenen. Dieser kam mit erhobenem Messer auf die Beamten zu und brüllte wiederum „Allahu Akbar“. Die Polizei eröffnete das Feuer. Die Kugeln verwundeten den Terroristen tödlich, bevor er noch weitere Menschen verletzen konnte. Nachdem zunächst unklar war, ob der Mann eine Sprengstoffweste trägt, wurde der Tatort großräumig abgesperrt. Sprengstoffexperten wurden hinzugezogen.

Antiterrorbehörde ermittelt

Die Antiterrorbehörde hat die Ermittlungen in dem Fall übernommen. Die Rede ist von „Mord in Zusammenhang mit Terrorismus“ und „krimineller Terrorvereinigung“. Der Täter soll auf Twitter das Konto @tchetchene_270 genutzt haben, das mittlerweile gesperrt wurde. Die französischen Abgeordneten zur Nationalversammlung, die gerade im Parlament tagte, wurden gegen 20.00 von dem Geschehen informiert. Verschiedene hochrangige Politiker äußerten ihre Bestürzung. Manche Medien berichten faktisch inkorrekt, dass der Täter bei seiner Tat („Gott ist groß“) gerufen hätte. Die korrekte arabische Übersetzung ist an vielen Stellen erklärt, wer islamistischen Terror relativieren will, wählt aber zumeist bewusst die falsche Version.