Symbolbild

Wegen des blutigen Israel-Palästina-Konflikts demonstrierten am Samstag hunderttausende Moslems in Europas Städten. Sie zeigen sich solidarisch mit ihren islamischen Glaubensbrüdern in Nahost. Vielfach kam es zu Ausschreitungen. In Wien skandierten Pro-Palästina-Demonstranten: „Steckts euch euren Holocaust in den A****.“ Die österreichische Regierung stellte sich eindeutig auf die Seite Israels und hisste die israelische Fahne. Das führt nun zu diplomatischen Verstimmungen. Aus der Opposition wurde kritisiert, dass damit die Neutralität Österreichs auf Spiel gesetzt werde.

Auch in Wien war die Stimmung unter den Zuwanderern am Samstag aufgeheizt. Eine Demonstration gegen Antisemitismus, zu der die Jüdische Hochschülerschaft aufgerufen hatte, wurde massiv von pro-palästinensischen Demonstranten gestört. Mit Türkei- und Palästina-Fahnen formierten sich etwa 100 muslimische Migranten und sollen unter anderem „Steckts euch euren Holocaust in den A****“ gerufen haben. Um eine Eskalation zu vermeiden, musste die Polizei schwere Geschütze auffahren. Sie musste mit Wasserwerfern ausrücken. Es kam zu elf Festnahmen und zahlreichen Anzeigen.

Kurz zieht Wut der islamischen Welt auf Österreich

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bezog eindeutig Stellung für Israel und ließ die israelische Fahne auf dem Bundeskanzleramt hissen. Er verurteilte die „Angriffe auf Israel aus dem Gazastreifen auf das Schärfste“. ÖVP-Außenminister Schallenberg betonte, Österreich stehe „voll und ganz hinter Israel“. Damit zog Kurz die Wut der islamischen Welt auf Österreich. So sagte der Außenminister der vermeintlichen Atommacht Iran, Javad Sarif, seinen geplanten Österreich-Besuch kurzerhand ab.

FPÖ: Österreichs Neutralität in Gefahr

FPÖ-Chef Norbert Hofer kritisierte indes, dass Kurz dadurch Österreichs Neutralität gefährde. Er erklärte: „Es ist gerade jetzt wichtig, diese Neutralität zu bewahren und auch in den Vordergrund zu stellen“ denn es sei „zu einfach, wenn aus vielerlei Gründen auch verständlich, in einem vielschichtigen und überaus komplizierten Konflikt die Fahne eines Landes am Bundeskanzleramt und am Außenministerium zu hissen.“ Österreich brauche wieder „erwachsene Politiker, die erwachsene Politik machen“, so der freiheitliche Parteichef.

Auch pro-palästinensische Migranten zeigen sich empört über das Hissen der Israel-Fahne:

 

Unter anderem mit Türkeifahnen demonstrierten Migranten für Palästina:

Die Polizei fuhr Wasserwerfer auf:

Hunderte Polizisten rückten aus, um die pro-israelische Demo vor Übergriffen durch Migranten zu schützen:

Pro-Palästina-Demonstrant skandiert: „Steckt euch den Holocaust in den A****“. Es folgt lauter Beifall der migrantischen Demonstranten.

Pro-Palästina-Demos eskalierten in ganz Europa

In Berlin, Frankfurt, Hamburg und Köln fanden große Demonstrationen von Moslems für Palästina statt. Es kam zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. Die muslimischen Demonstranten warfen Flaschen, Steine und Feuerwerkskörper. In Paris musste die Polizei Wasserwerfer und Tränengas einsetzen, um Schlimmeres zu verhindern. Auch in Madrid, Athen und London und vielen weiteren europäischen Städten demonstrierten teils hunderte, teils tausende muslimische Migranten für die Palästinenser.

Israel-Fahnen verbrannt: ARD blamiert sich durch Lebensferne

Bereits in den vergangenen Tagen verübten Palästina-Sympathisanten in Bonn und Münster Anschläge auf Synagogen. Sie beschädigten die Gebetshäuser durch Steinwürfe und verbrannten Israelfahnen. Dass es sich bei den Angreifern um muslimische Zuwanderer handelte, wollte die ARD-Tagesschau jedoch nicht eingestehen. Sie erklärte, es könne sich bei den Tätern auch um Rechtsradikale ohne Migrationshintergrund handeln. Für ihre lebensferne Stellungnahme zog sie sich viel Gelächter auf Facebook zu. Denn für sie scheint klar: Der derzeit aufflammende Antisemitismus hängt mit höchster Wahrscheinlichkeit mit dem derzeitigen Konflikt in Nahost zusammen. Die Solidarität mit Palästina ist dabei vorwiegend unter muslimischen Migranten und in linksextremen Kreisen (Stichwort: „Antiimperialismus“) zu finden.

Facebook-Nutzer lachen über ARD-Lebensferne:


Wilde Szenen:
In Deutschland gab eine israelische Reporterin RTL ein Interview und wurde dabei aus der Masse vorbeiziehender, migrantischer pro-palästinensischer Demonstranten mit einem Feuerwerkskörper attackiert.

Mehr als 100.000 Moslems auf den Straßen Londons

Die wohl größte Demonstration für Palästina fand in London statt. Dort gingen mehr als 100.000 Moslems für ihre Glaubensbrüder in Nahost auf die Straße. Auch Labour-Chef Jeremy Corbyn ging mit Londons Muslimen auf die Straße und sprach sich in einer Rede für Palästina aus.

So viele Menschen mobilisiert sonst niemand: „Das muss wohl der größte Protest seit einem Jahrzehnt sein“, schildert Hasan Abedi aus London auf Twitter:

Der Moslem-Protest gegen Israel in London:

 

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