Wo es Verlierer gibt, gibt es zumeist auch Gewinner. Es sind längst nicht nur bloße Gerüchte, die darauf hinweisen, dass die Volksrepublik China wirtschaftlich als Profiteur aus der Corona-Krise hervorgehen könnte. Die Pandemie gilt in China jedenfalls als überwunden.

In ganz China soll es aktuell nur noch neun Infizierte geben. Insgesamt wären in dem 1,4-Milliarden-Menschen-Reich nur 4.634 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 zu beklagen gewesen.

Betrachtet man Statistiken und Diagramme, war die angebliche Pandemie in China schon Mitte April zu Ende, offizielle Stellen sprachen sogar von März. Seither lief die gewaltige Wirtschaftsmaschinerie wieder an und beglückt den Rest der Welt unter anderem mit Billig-Versandware.

Seit Oktober erlebt China auch wieder einen wahren Reiseboom. Manche Medien werten diese Daten als Propaganda. Es sind allerdings dieselben Medien, die der Bevölkerung das chinesische System totaler Überwachung mit einem staatlichen Punktesystem für gutes oder schlechtes Verhalten als wünschenswert einreden möchten.

Vielleicht muss man sich aber auch ansehen, welche Unterschiede es zwischen China und dem Rest der Welt in der Corona-Diagnostik gibt. Während in den meisten Ländern der umstrittene und fehleranfällige PCR-Test zum Einsatz kommt, gilt in China nur als krank, wer Symptome aufweist.

Von zweiter Welle, Lockdown oder sonstigen Maßnahmen ist in China keine Rede. Deshalb konnte die Industrieproduktion im Oktober im Vergleich zum Vorjahr um 6,9 Prozent wachsen. Das Wirtschaftswachstum wird mit zwei Prozent prognostiziert, damit wäre China die einzige große Volkswirtschaft, die ein Plus verzeichnet.

Der bekannte Wirtschaftsexperte Markus Krall hat auf Anfrage von „Wochenblick“ bestätigt: „Geostrategisch ist China eindeutig der große Profiteur. Auch China wird zwar durch den Nachfragerückgang aus Europa und den USA wirtschaftlich geschwächt, jedoch ist die Wirkung dort im Vergleich viel geringer.

Es kommt zu einer Verschiebung der wirtschaftlichen globalen Macht zugunsten Chinas. Betrachtet man die konkrete Aussage der US-Geheimdienste, die davon ausgehen, dass das Virus ein Laborprodukt ist, so kann man sich gut vorstellen, dass diese Machtverschiebung nicht konfliktfrei verlaufen wird.

Auch ist mir aus Gesprächen mit deutschen Unternehmern und Personen mit guten Verbindungen nach China bekannt, dass die chinesischen Staatskonzerne versuchen wollen, die Krise in Europa für den großflächigen Kauf von Technologieunternehmen zu nutzen.“