Corona-Religion

Corona-Kritiker sind empört: Im neuen Bericht der Bundesstelle für Sektenfragen werden sie mit den Anhängern von gefährlichen Psychosekten wie Scientology, abgedrehten Esoterikern und radikalen Bibelgruppen gleichgesetzt. 

Obwohl der Bericht eigentlich dem Vorjahr – 2019 – gewidmet ist, setzt er sich zu einem Großteil mit den gesellschaftlichen Bewegungen rund um die Corona-Krise im Jahr 2020 auseinander. Mehr als ein Drittel des 172-Seiten starken Berichts ist der Corona-Krise und damit den Kritikern der Corona-Maßnahmen gewidmet.

Angriff auf Alternativmedien

Der Bericht steht den Informationsfluss Corona-kritischer Bürger als problematisch dar. So ist darin von „Verschwörungstheorien“ die Rede, die sich über die sozialen Netzwerke wie Facebook, Youtube, Blogs und Alternativmedien verbreiten würden. Weiters ergebe sich laut dem Bericht eine „auffällige Schnittmenge“ zwischen Verschwörungstheoretikern, Anhängern der Alternativmedizin und Impfgegnern.

Politisches Kalkül vermutet

Der Organisator von CoronaWiderstand.org Martin Rutter ist empört: „Der Sektenbericht versucht Kritik mit härtesten, verbalen Waffen niederzuschlagen. Ich glaube das ist ein politisches Machwerk.“
Auch die freiheitliche Abgeordnete und Medizinerin, Dagmar Belakowitsch, vermutet hinter dem Bericht ein politisches Kalkül. Es sei wohl kein Zufall, dass der Bericht, der Corona-Kritiker mit den Anhängern von gefährlichen Sekten gleichsetzt, zum Zeitpunkt des Beschlusses der neuen Corona-Maßnahmen erschien. Für die FPÖ steht fest: der Bericht ist ein weiteres Mittel, um die Kritiker der Regierungsmaßnahmen mundtot zu machen. 

Ist die Regierung jetzt eine Religionsgemeinschaft?

Auch FPÖ-Kluobobmann Herbert Kickl kommentierte die eigenartige Entwicklung: „Offenbar erhebt die schwarz-grüne Regierung ihre Corona-Maßnahmen nun endgültig zu einer Religion, dazu abweichende Anschauungen und Meinungen werden zu Sektierertum und Ketzerei erklärt.“

In gewisser Weise komme der vermeintliche, neue Religionsstatus der Bundesregierung jedoch nicht von ungefähr, schlussfolgert Kickl, denn: „Der Sebastian-Kurz-Kult der ÖVP hat ja schon seit längerem religiöse Züge und Strukturen. Da ist es nur logisch, wenn man sich endgültig zur Glaubensgemeinschaft erhöht und die Damnatio für alle Ungläubigen ausspricht.“

Grüne Ministranten

Den Grünen komme in der neuen Religionsgemeinschaft lediglich eine Ministrantenrolle zu, analysiert Kickl: „Kurz ist die Erlösergestalt, unter ihm zelebrieren seine schwarzen Kardinäle und Bischöfe die Sebastians-Messen, und die Grünen ministrieren.“