„Das wäre Erdogan in Wien oder Berlin nicht passiert“, spotten User im Netz über das Wahl-Debakel, das der türkische Präsident bei der Bürgermeisterwahl in Istanbul hinnehmen musste.  

Der Oppositionskandidat Ekrem Imamoglu hat diese nämlich am Sonntag klar gewonnen. „Wer Istanbul verliert, verliert die ganze Türkei“, hatte Erdogan vor den Kommunalwahlen am 31. März noch selbst gesagt.

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Wende für die Türkei eingeläutet?

Es war eine Entscheidung zwischen dem Kandidaten der islamisch konservativen AKP von Staatspräsident Erdogan, Binali Yildirim und dem eher säkularen Kandidaten der republikanischen Volkspartei CHP. Für Erdogan selbst ging es dabei aber um viel mehr als das Amt des Bürgermeisters in der 15-Millionen-Stadt.

Yildirim gestand seine Niederlage am Sonntag ein. In einer Rede fast zeitgleich mit den ersten Ergebnissen gratulierte er seinem Rivalen von der oppositionellen CHP und wünschte ihm viel Glück für seine künftigen Aufgaben. „Ich wünsche unserem Freund Ekrem Imamoglu, dass er Istanbul gute Dienste erweist“, so der unterlegene AKP-Kandidat.