„Nie wieder mit der PD, nie wieder mit den Fünf-Sternen“ war auf den Transparenten der Demonstranten zu lesen. Gegen die neue, seit sieben Wochen im Amt befindliche, italienische Regierung aus Fünf-Sterne-Bewegung und Sozialdemokraten mobilisierte Matteo Salvini in Rom etwa 200.000 Anhänger.

Bei strahlendem Sonnenschein versammelte Matteo Salvini seine Lega Nord-Anhänger als auch Verbündete der patriotischen Fratelli d´Italia und Ex-Premierminister Silvio Berlusconis Partei Forza Italia. Unter dem Motto „Orgoglio Italiano“ oder auf Deutsch „Italienischer Stolz“ verkündete Matteo Salvini, man wolle ein Zeichen für ein stolzes und souveränes Italien nach Europa senden.

Politik der geschlossenen Häfen

In seiner Rede forderte Salvini Neuwahlen für Italien und versprach – sollte er wieder regieren – in der Flüchtlingspolitik zu einer Politik der geschlossenen Häfen zurückzukehren. Die aktuelle Regierung habe das Blut der Boots-Migranten an den Händen kleben: „Je mehr Überfahrten, desto mehr Probleme, desto mehr Tote. Aber wir werden – das zeigt diese Kundgebung – wieder an die Regierung zurückkehren – bald – durch den Haupteingang und ohne Tricks.“

Bereits in den letzten sieben Wochen erlaubte es die neue Regierung mehreren NGO-Schiffen gerettete Migranten in Italien abzuladen – ein Umstand den Matteo Salvini als Innenminister immer verhinderte und ihm viel Zuspruch in der Bevölkerung einbrachte. Zu Salvinis Forderungen zählten neben einer Einführung des Mehrheitswahlrechts auch eine Direktwahl des Staatschefs.

Weiters startete Salvini eine Unterschriftensammlung gegen Virginia Raggi, die  Bürgermeisterin Roms von der Fünf-Sterne-Bewegung – ihr attestierte er Inkompetenz.