matteo salvini

Seit der italienische Innenminister und Chef der rechten Lega, Matteo Salvini, konsequent die Häfen für NGO-Migrantenschiffe sperrt, sank die Zahl der illegalen Einwanderer auf einen Tiefststand seit neun Jahren: Im Februar kamen lediglich 60 illegale Migranten ins Land, berichtet Il Giornale unter Berufung auf die EU-Grenzschutzagentur Frontex.

Ein Beitrag von Kornelia Kirchweger

95 Prozent weniger illegale Einwanderer

Salvinis Maßnahmen haben also gegriffen. Die beständig von EU-Eliten getrommelte Ansicht, (illegale) Migration sei unvermeidbar und man müsse damit leben, wird also durch Fakten widerlegt und durch Frontex-Zahlen bestätigt: im März wurden nur 60 illegale Eintritte nach Italien registriert, 70% weniger als im Jänner. Im Jänner und Februar waren es in Summe 260 illegale Einwanderer, ganze 95% (!) weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres. Schon im Jänner stellte Frontex einen Rückgang der illegalen Einwanderung nach Italien um 80% fest. Aktuell kommen diese Migranten vor allem aus Tunesien und dem indischen Bengalen.

Salvini-Effekt für ganze EU

Dank der Hafenblockade Salvinis, kamen in Summe auch deutlich weniger illegale Migranten in die EU: im Jänner und Februar 2019 waren es in Summe 11.800 Personen, im Februar allein 3.560 Personen. Die Migration über die vier Hauptrouten aus Afrika sei zudem laut Frontex-Angaben im Februar um über die Hälfte weniger als im Jänner, berichtet Il Giornale. Als Grund führe Frontex u.a. schlechte Bedingungen auf dem Meer an.

Neue Einfallstore: Griechenland und Spanien

Die neuen Ausweichrouten sind nun Griechenland und Spanien. Auf den Migrations-Inseln wie Lesbos oder Samos herrscht pures Chaos. Die Schlepper haben Hochsaison, der tägliche Zuwanderungsstrom reißt nicht ab. Spanien ist nach der Hafenschließung in Italien neues Landeziel für illegale Zuwanderer, was den Spaniern mittlerweile nicht mehr gefällt. Die neue, rechte Partei „Vox“ (Stimme) mobilisiert nun gegen die sozialistische Regierung. Sie lehnt unkontrollierte Migration ab und hat immer mehr Zulauf. Am 28. April wählen die Spanier ihre neue Regierung. Analysten rechnen mit einem deutlichen Rechtsruck.