„Die Situation läuft völlig aus dem Ruder“, sagte der Salzburger Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) über die Lage in Kuchl. Kuchl zählte am Donnerstag 87 positiv auf das Corona-Virus getestete Personen. Jetzt wird Kuchl unter Quarantäne gestellt.

Ab Samstag, den 17. Oktober, 00.00 Uhr wird Kuchl unter Quarantäne stehen. Von da an werden nur noch lebensnotwendige und systemerhaltende Leistungen in der Gemeinde weiterbestehen. So wird die Ein- und Ausreise aus der Gemeinde bis 1. November verboten sein.

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Aktuell gibt es im Bundesland Salzburg 670 bestätigte „aktiv infizierte“ Personen.

Bevölkerung kooperiert nicht mehr

Die Landessanitätsdirektorin Petra Juhasz kritisierte indes die „mangelnde Bereitschaft“ in der Bevölkerung zur Kooperation. So würden sich die Salzburger zunehmend weigern, auf Behördennachfrage Kontaktpersonen bekanntzugeben. In Social Media Gruppen würde erfolgreich dazu aufgerufen, nicht zu kooperieren, erklärte Juhasz im Zuge der anlassbezogenen Pressekonferenz.

Umstrittene PCR-Testungen als Grundlage

Die Ermittlung „Infizierter“ durch PCR-Tests wird von Medizin-Experten stark kritisiert. Selbst der Erfinder des PCR-Tests erklärte unlängst: „Mit PCR, wenn man es gut macht, kann man ziemlich alles in jedem finden.“

Ob also tatsächlich eine Gefahr von den „Infektionen“ in Kuchl und anderswo ausgeht, ist fraglich. Die Folgen der politischen Maßnahme des Lockdowns werden sich wirtschaftlich und psychisch auf alle Fälle abzeichnen. Sämtliche Lokale müssen in Kuchl ab Samstag schließen, die Gemeinde wird sich bis 1. November im Notbetrieb befinden. Die Schüler werden auf Homeschooling umgestellt.

Die Bezirksaufteilung:

Tennengau 211
Pongau 142
Flachgau 127
Stadt Salzburg 125
Pinzgau 44 und
Lungau 21

Ende März, in der Corona-Hochphase, habe es in der Spitzenzeit 120 Neuinfektionen gegeben.

Diese Gemeinden müssen jetzt bangen

Kuchl sei mit 87 Infizierten ein „Hotspot“, aber es gebe noch weitere stark betroffene Gemeinden im Tennengau: Golling, Scheffau, St. Koloman, Krispl, Adnet und Hallein.

Auch sie könnten demnächst unter einen Lockdown fallen.

 

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