Nachdem diesen Montag bereits ein Mann in einem Van in London nahe einer Moschee in eine Menschenmenge gerast ist, kam es am frühen Abend in Paris zu einem zweiten Terroranschlag. Dabei ist ein offenbar mit Waffen und Sprengstoff beladenes Auto auf dem Prachtboulevard Champs-Elysées in einen Kleinbus der französischen Gendarmerie gerast und explodiert.

Inzwischen sprach Innenminister Gérard Collomb von einem Anschlagsversuch und gab den Tod des Terror-Angreifers bekannt.

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Täter kam aus Pariser Vorort

Bei dem Täter soll es sich laut Polizei um einen 31-jährigen Mann aus einem Pariser Vorort handeln. Die Pariser Vororte sind vor allem für einen sehr hohen Anteil muslimischer Migranten bekannt.

Die Polizei hat den Tatort inzwischen großflächig abgesperrt. Zuerst hatte der Fahrer den Polizeibus überholt. Beim anschließenden Zusammenstoß ging der Wagen des Attentäters in Flammen auf.

Mit Ausnahme des Fahrers soll niemand getötet oder verletzt worden sein. Die Polizei fand im Auto Gasflaschen, eine Kalaschnikow sowie mehrere Handfeuerwaffen.

Islamistischer Anschlag bereits im April

Näheres zu den Hintergründen des 31-Jährigen Terroristen wurde bisher noch nicht bekannt gegeben.

Bereits im April war es auf dem Champs-Elysées zu einem Anschlag gekommen („Wochenblick“ berichtete). Der „Islamische Staat“ hatte sich damals zu der Tat bekannt.

Rätselraten um Anschlag in London

Diesen Montag kam es ebenfalls in London zu einem Anschlag. Dabei raste ein Van nahe einer Moschee in eine Menschenmenge. Ein Mann kam ums Leben, zehn weitere wurden verletzt.

Der Täter soll 48-Jähre alt sein. Der britische „Rat der Muslime“ sprach umgehend von einer von „Islamhass“ getriebenen Tat. Konkrete Hintergründe sind noch nicht bekannt gegeben worden, der Terrorist soll laut Augenzeugen aus dem Umfeld der Moschee islamfeindliche Parolen geschrien haben.

Terrorwelle in Europa

Die „North London Central Mosque“, in deren Nähe der Terroranschlag stattfand, gilt als „Brutstätte des Terrors“, gewirkt hatte dort unter anderem der in einem Terrorprozess zu lebenslanger Haft verurteilte Imam Abu Hamza al-Masri. Gerade einmal rund zwei Wochen zuvor war es in London zu einem brutalen islamistischen Anschlag gekommen.

Seit mehreren Monaten werden Großbritannien und Frankreich von einer Welle islamistischen Terrors erschüttert.
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