V.l.n.r.: Mohamed, Markus Ortmair und Seyad Ali von der FF Marchtrenk, Landesrat Rudi Anschober und Landes-Feuerwehrkommandant Dr. Wolfgang Kronsteiner präsentieren die neue Broschüre „Gemeinsamer Einsatz verbindet“.

Oberösterreichs grüner Landesrat Rudi Anschober hat eine neue „Integrations-Aktion“: Asylwerber bei der Feuerwehr! Heftiger Widerstand kommt von der FPÖ, die den Bereich „Feuerwehren und Sicherheit“ in der Landesregierung verantwortet.

Rudi Anschober präsentierte am Mittwoch stolz seinen Vorstoß, demzufolge Asylwerber künftig vermehrt bei der Feuerwehr eingesetzt werden sollen.

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Warum ausgerechnet Feuerwehr?

Dies solle die Integration unterstützen, man könne neue Freunde kennenlernen und die Sprache verbessern.

Landesrat Elmar Podgorschek von der FPÖ, der für Feuerwehren zuständig ist, versteht diese Einmischung Anschobers in sein Ressort gar nicht.

Asyl Schutz auf Zeit

Bei der Feuerwehr gehe es um Sicherheit, erst „im Dienst“ die deutsche Sprache zu erlernen könne wortwörtlich „brandgefährlich“ werden.

„Gerade für einen Feuerwehreinsatz ist es von enormer Bedeutung, wenn die deutsche Sprache bereits beherrscht wird. Immerhin sind Feuerwehreinsätze Gefahrensituationen, bei welchen eine reibungslose Kommunikation gewährleistet sein muss, alleine schon zum Schutz der eigenen Einsatzkräfte“, betont Landesrat Podgorschek.

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In Oberösterreich ist Landesrat Elmard Podgorschek auch für die zahlreichen Freiwilligen Feuerwehren zuständig. Er kritisiert jetzt Anschobers Vorstoß scharf!

Außerdem: Warum sollen Anwerber für Asyl integriert werden, da Asyl ja lediglich ein „Schutz auf Zeit“ sei? Podgorschek betont: „Eine Ausbildung von Asylwerbern, die vermutlich nicht einmal in Österreich bleiben dürfen ist hier eindeutig vergebene Liebesmühe.“

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Flop: Nur 36 Asylwerber bei Feuerwehr

Tatsächlich wäre der von Anschober veranstaltete mediale Wirbel übertrieben, betont Podgorschek zudem. Von rund 90.000 freiwilligen Feuerwehr-Leuten seien derzeit rund 30 bis 36 Personen Asylwerber.

Podgorschek ist der Meinung, dass es genügend Tätigkeiten für Asylwerber gebe und genügend Vereine, die diese gerne betreuen würden. Die Organisation dürften nicht durch eine falsche „Willkommenspolitik“ unter Druck gesetzt werden:

„Ich denke es gibt genügend Möglichkeiten für Integration. Es muss nicht jeder Verein oder jede Einsatzorganisation diesem Integrationsdruck unterliegen.“

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Kritiker bemängeln, Anschober mische sich zunehmend in Bereiche außerhalb seines Ressorts ein.

Anschober mischt sich in fremde Bereiche „massiv ein“

Landesrat Rudi Anschober (Grüne) fällt derzeit vermehrt auf, weil er immer offensiver seine Integrations- und „Willkommens-Politik“ durchsetzen möchte. Erst unlängst forcierte er in Vöcklabruck ein Projekt, bei welchem Asylanten als Schülerlotsen eingesetzt werden („Wochenblick“ berichtete)

Kritik erntet der Grün-Politiker meist deshalb, weil es sich sowohl bei Verkehr als auch bei der Feuerwehr um sehr sensible Bereiche handelt, bei denen Fachwissen und Ausbildung nötig wären. „Kein Platz für Experimente!“ ist dazu von der in Oberösterreich mit drei Regierungsmitgliedern vertretenen FPÖ zu hören.