Der Wahlkampf um das Bundespräsidentenamt geht jetzt in die entscheidende Phase: Gemäß der neuesten Gallup-Umfrage liegen die beiden Kandidaten Alexander van der Bellen (Grüne) und Norbert Hofer (FPÖ) gleichauf.

Jeweils rund 50 Prozent der Wähler würden sich demnach für einen der zwei Kandidaten entscheiden.

Hofer stellt neue Plakate vor

Heute hat Hofer seine neue Plakatkampagne vorgestellt. „Stimme der Vernunft – Einer mitten im Leben“ und „Das Recht geht vom Volk aus – Ein neues Amtsverständnis“ lauten die beiden Slogans für die neuen Wahlplakate der nächsten Wochen. Der freiheitliche BP-Kandidat betonte, er wolle als Bundespräsident die direkte Demokratie ausbauen: „Ich bin überzeugt Österreich ist reif für eine Weiterentwicklung des Systems nach dem Vorbild der Schweiz!“ Sein Konkurrent van der Bellen habe sich vor nicht allzu langer Zeit noch für TTIP ausgesprochen, betonte Hofer. Er lehne jedoch nach wie vor das Freihandelsabkommen ab.

Van der Bellen: „Heimat nicht spalten“

Der ehemalige Grünen-Vorsitzende Van der Bellen will in der Stichwahl am 22. Mai anders überzeugen: „In unruhigen Zeiten braucht es einen Bundespräsidenten mit politischer Erfahrung, der das Land zusammenhält. Jetzt ist es umso mehr notwendig, das Gemeinsame zu betonen. Wer unsere Heimat liebt, spaltet sie nicht.“

Die als unabhängige Kandidatin angetretene ehemalige Irmgard Griss, die den Sprung in die Stichwahl nicht geschafft hat, hatte am Donnerstag überraschend eine indirekte Wahlempfehlung für Van der Bellen abgegeben. „Ich bin für ein weltoffenes Österreich, für konstruktive Mitarbeit in der EU, für eine tolerante und offene Gesellschaft, gegen Angstmacherei, gegen Abschottung“, erklärte sie. Doch wenig später hat sie diese indirekte Wahlempfehlung bereits wieder dementiert.