Joe Biden, linker Demokraten-Konkurrent von US-Präsident Donald Trump, war kürzlich wieder auf Fettnäpfchen-Tour und stieß dabei Polen und Ungarn vor den Kopf: er verglich die beiden Länder mit Weißrussland und „totalitären Regimen“. Ungarns Außenminister bezeichnete Bidens Kommentar als „fern jeder Realität“.

Von Kornelia Kirchweger

Biden habe Ungarn in seinen Wahlkampf hineingezogen, weil Regierungschef Viktor Orban viel mit Trump gemeinsam habe. Die Beziehungen zu den USA seien so gut wie nie zuvor, ließ Szijarto über Facebook wissen.

Gezielte Attacke

Trump und Ungarns Regierungschef Viktor Orban haben ähnliche Ansichten zum Thema illegale Einwanderung, Grenzschutz, Sicherheit und zur Bedeutung von Familie und dem Schutz der christlichen Gemeinschaft. Gerade deshalb habe Biden Ungarn in seinen Wahlkampf hineingezogen, dessen Kommentare haben nichts mit der Realität zu tun.

Als Verbrecher betitelt

Bidens Aussagen fielen bei einem Wahlkampf-Auftritt in Philadelphia. Er wurde gefragt, ob Trumps Außenpolitik Anerkennung verdiene.

Biden darauf: „Ein wenig, aber nicht viel“. Amerika sei heute mehr isoliert in der Welt als jemals zuvor. Amerika gehe alleine,
‚Amerika zuerst‘ habe Amerika einsam gemacht. Er lobe Trump für seine Israel-Politik.

Aber insgesamt vertraue die Welt nicht besonders auf Amerika. Und man sehe ja, was überall passiere, von Weißrussland bis nach Polen und Ungarn – der Anstieg totalitärer Regime in der Welt. Und dieser Präsident (Anm. Trump) umarme alle „Verbrecher“ dieser Welt. Er sei bestens befreundet mit dem Nordkoreanischen Führer, dem er „Liebesbriefe“ schicke. Er unternehme nichts gegen Putin. Trump habe keinen schlüssigen Plan für seine Außenpolitik.

„Saubermann“ Biden

Dabei befindet sich Biden momentan in einer ziemlich schlimmen Lage. Sein Sohn Hunter hat Mega-Geschäfte mit der Ukraine gemacht. Vater Joe bestritt immer, ihm die Türen dafür geöffnet zu haben und daran beteiligt gewesen zu sein. Emails, auf einem jetzt aufgetauchten Laptop, der Hunter Biden gehören könnte, belegen angeblich das Gegenteil.

Die linken Demokraten behaupten, die Auffindung des Laptops sei von Russland zeitgerecht „orchestriert“ worden, um die Präsidentschaftswahl am 3. November zu beeinflussen – dies natürlich nicht zum Vorteil Bidens. Dem widersprach der Direktor der Nationalen Sicherheit, John Ratcliff: es gebe keine Hinweise darauf, dass der besagte Laptop und die Emails darauf, Teil einer russischen Desinformationskampagne seien.