Ein 16-jähriger Syrer und ein 14-jähriger Jugendlicher mit russischen Reisepapieren hatten sich am Donnerstag zu einer Schlägerei verabredet. Gegen 17 Uhr wollten sie ausgerechnet bei der Bushaltestelle Landwiedstraße die Fäuste sprechen lassen. Auf diese Haltestelle sind auch viele Schüler der umliegenden Schulen angewiesen. Doch der „Russe“ tauchte mit neun Freunden auf …

Auch wenn das „offizielle Österreich“ und die Haltungsmedien stets betonen, es wäre immer schon so gewesen – die Realität zeichnet Tag für Tag ein anderes Bild. In manchen Ortsteilen in Linz geht es mittlerweile so zu, wie man es früher nur aus amerikanischen Kriminalserien kannte. Diese Zeit der unbekümmerten Sicherheit ist seit einigen Jahren vorbei. 

Aus Rauferei wurde Raub, zu viert trat man auf den Syrer ein

Die Kronen Zeitung berichtete unter Berufung auf die Polizei, dass sich am vergangenen Donnerstag folgender Sachverhalt zugetragen hätte: Gegen 17 Uhr wollten ein 16-jähriger Syrer und ein 14-jähriger „Russe“, bei dem es sich möglicherweise um einen Tschetschenen handeln könnte, an der Bushaltestelle Landwiedstraße eine Frage der jugendlichen Ehre mit den Fäusten klären. Der „Russe“ tauchte mit neun Begleitern auf und prügelte gleich wild auf den Syrer ein. Aus dem Faustkampf Mann gegen Mann wurde Raub. Vier der Jugendlichen mit Migrationshintergrund traten noch auf den Syrer ein, als er bereits am Boden lag und raubten ihm sein Mobiltelefon und seine Geldbörse. Danach fuhren sie seelenruhig mit dem Bus in Richtung Auwiesen weiter.

Viele Schulen im Umfeld

Der verletzte Jugendliche musste mit der Rettung ins Krankenhaus gebracht werden, wo er einen Tag lang behandelt wurde. Besonders brisant ist der Umstand, dass sich in der näheren Umgebung mehrere Schulen befinden: Die Volksschule 43, die Neue Mittelschule 26, die HBLW Landwiedstraße, das BRG Landwiedstraße und das BG/BRG Ramsauerstraße. Viele Schüler dieser Einrichtungen sind auf den öffentlichen Verkehr angewiesen. Wie es ihren Eltern dabei geht, ihre Kinder ungeschützt in der Nähe migrantischer Prügelbanden zu wissen, interessiert leider nicht jede politische Partei.

Politische Konsequenzen gefordert

Erst vor etwa einer Woche wurde die Festnahme einer großen Migranten-Jugendbande bekannt, die bereits im Dezember stattfand. Die Mitglieder der SMB-Semmelweis-Bande taten sich besonders durch Raub und Schutzgelderpressung hervor. Sicherheits-Stadtrat Michael Raml (FPÖ) äußerte dazu den dringenden Wunsch nach einem schärferen Jugendstrafrecht. Als Sofortmaßnahme wünschte sich Raml 100 zusätzliche Polizisten für Linz.