Bereits am Freitag vor zwei Wochen fackelte ein angeblich 18-jähriger Afghane einen Streifenwagen der Villacher Polizei ab. Nachdem die Brandursache zuerst unklar war, konnten inzwischen der Tathergang nachvollzogen und der Täter ermittelt werden. Der mutmaßliche Asylwerber befindet sich in Untersuchungshaft.

Wie die Polizei in einer Presseaussendung mitteilt, konnte der mutmaßliche Täter am 19. Mai ermittelt und festgenommen werden. Zunächst war noch unklar, welches Geschehen zu dem Brand führte, der sich am 10. Mai um 4.30 morgens ereignete. Das vor der Polizeiinspektion Villach Hauptplatz abgestellte Fahrzeug stand im Vollbrand. Die Brandgruppe des Landeskriminalamts wurde mit den Ermittlungen beauftragt.

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Intensivkrimineller Tatverdächtiger

Beim Tatverdächtigen afghanischer Herkunft dürfte es sich um einen Intensivkriminellen handeln. In den Nächten zuvor hatte er versucht, die Auslagen von zwei Juweliergeschäften mit Hilfe eines Hammers einzuschlagen. In beiden Fällen scheiterte er am Sicherheitsglas, konnte aber unerkannt fliehen. Frustriert kaufte er schlussendlich bei einer Tankstelle einen Kanister Benzin und setzte einige Stunden später den Streifenwagen in Brand, den er als zufälliges Ziel auserkoren hatte. Der laut Polizei 18-jährige wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Klagenfurt in die Justizanstalt Klagenfurt eingeliefert.

Glücklicherweise entstand bei dem Brand nur Sachschaden am Fahrzeug und an der Fassade eines Gebäudes. Personen waren nicht gefährdet. Weniger Glück hatten die Bewohner der oberen Stockwerke einer Polizeistation in Italien, welche am 21. Mai von einem marrokanischen Migranten abgefackelt wurde. Zwei Menschen starben, 20 weitere wurden mit Verletzungen unterschiedlichen Grades ins Krankenhaus eingeliefert.