Die kalifornische Behörde verfügte am Sonntag, keine weiteren Impfungen aus einer Lieferung von 330.000 Moderna-Seren zu verabreichen, die im Land zur Verabreichung zirkulierten. Als Grund dafür wurden „unüblich häufige allergische Reaktionen“ angegeben, Innerhalb von 24 Stunden mussten 10 Geimpfte medizinische Hilfe in Anspruch nehmen. Die allergischen Reaktionen traten 30 Minuten nach der Injektion auf.

Moderna: kein Kommentar …

Jetzt untersuchen Moderna, die Zentren für Kontrolle und Prävention von Krankheiten (CDC) und die Lebensmittel- und Arzneibehörde (FMA) die Hintergründe. Die für Kalifornien zuständige Epidemiologin, Dr. Erica Pan erklärte: Wegen äußerster Vorsicht und angesichts des sehr begrenzten Impfstoffangebotes, werde den Verabreichern empfohlen, andere, verfügbare Impfbestände zu verwenden und die Impfungen mit Seren aus Moderna Lot 041L20A bis zum Abschluss der Untersuchung durch CDC, FDA, Moderna und den Staat zu unterbrechen. Keine Antwort gab es bisher von Moderna, auf wiederholte Fragen nach Einzelheiten zu Nebenwirkungen seines Impfstoffes.

Tausende auffällige Reaktionen gemeldet

Beamte und Gesundheitsmitarbeiter übermittelten bisher bereits tausende Berichte über Nebenwirkungen nach Erhalt eines Impfstoffes an das eigens dafür eingerichtete Meldesystem (VAERS). Beamte untersuchen Nebenwirkungen und Todesfälle, haben diese aber bisher noch nicht endgültig mit einem der beiden Impfstoffe in Verbindung gebracht. Das Verhältnis Nebenwirkungen zu verabreichten Impfstoffen ist jedenfalls höher als das von Grippeimpfstoffen.

Vorteile würden überwiegen

Die „möglichen allergischen Reaktionen“ traten jedenfalls 30 Minuten nach der Impfung auf. Die CDC empfiehlt nun einen 15-minütigen Beobachtungszeitraum für Personen die eine Covid-19-Impfung erhielten und 30 Minuten für Personen, die in der Vergangenheit allergisch auf Impfstoffe oder andere Therapien reagiert haben. Die CDC gibt an, dass die Daten der Hersteller der beiden zugelassenen Covid-19-Impfstoffe (Moderna, BionTech/Pfizer) darauf hinweisen, dass die „potenziellen Vorteile des Impfstoffes die bekannten und potenziellen Schäden einer Infektion mit Covid-19 überwiegen“. Beide Impfstoffe verwenden das mRNA-Botensystem.