Vergangene Woche sorgte eine Studie des renommierten Nanowissenschaftlers Roland Wiesendanger von der Universität Hamburg für Aufsehen, in der der Ursprung des Corona-Virus mit 99,9-prozentiger Wahrscheinlichkeit im Hochsicherheitslabor des virologischen Instituts der chinesischen Metropole Wuhan vermutet wird. Die bislang von der Weltgesundheitsorganisation und allen ihr blind vertrauenden Regierungen propagierte Erklärung, das Virus sei auf natürliche Weise auf dem dortigen Wildtiermarkt (mit einer Fledermaus als Zwischenwirt) entstanden, widerlegt die Studie ausdrücklich.

Wiesendangers Team hatte für die 100-seitige wissenschaftliche Arbeit diverse interdisziplinäre Quellen ausgewertet und war zu dem Fazit gelangt, dass nicht nur keine belastbaren Beweise für die bisher auch von der WHO vertretene These existieren, das Virus sei auf einem Wildtiermarkt in Wuhan ausgebrochen. Sondern vielmehr deutet alles darauf hin, dass Sars-CoV2 tatsächlich aus einem Labor des virologischen Instituts Wuhan stammt: Massive Sicherheitslücken sowie eindeutige Vertuschungsversuche der chinesischen Staatsführung stützen die These. Auch wurden auf dem Wildtiermarkt von Wuhan überhaupt keine Fledermäuse angeboten. Die ersten Infizierten hatten überhaupt keine Verbindung zu dem Markt, wohl aber zum virologischen Institut: Der „Patient Null“ war eine später verstorbene Labormitarbeiterin.

Auch dass die von Fledertieren übertragenen Coronaviren sehr schwierig auf Menschen überspringen können und dass die angebliche Vektorübertragung durch einen Zwischenwirt bis heute nicht nachgewiesen werden konnte, deutet auf die Richtigkeit von Wiesendangers Studienresultaten hin. Das stärkste Indiz jedoch ist, dass im Wuhaner Labor tatsächlich mit gentechnisch manipulierten Coronaviren geforscht wurde – und dass es aufgrund eines geheim gehaltenen Zwischenfalls Anfang Oktober 2019 zu einer Unterbrechung des Laborbetriebs kam.

China trägt die Hauptverantwortung

Die Studie von Wiesendangers Team ist somit eine nicht nur völlig legitime und überfällige, sondern wissenschaftlich fundierte Arbeit, die nur einen Schluss zulässt: Sars-CoV2 war keine natürliche, nicht zu verhindernde „Naturkatastrophe“, wie Angela Merkel die Pandemie bezeichnet. Die Hauptverantwortung trägt China – mit allen sich daraus ergebenden Konsequenzen.

So etwas wollen die Hofberichterstatter des Corona-Regimes natürlich nicht lesen: Kaum veröffentlicht, prügelt die deutsche Mainstream-Presse sogleich auf die Studienautoren ein, weil sie für reichlich Wasser auf die Mühlen von Verschwörungstheoretikern, Rechten und Corona-Leugnen gesorgt hätten. Die Angriffe reichen von der Anzweifelung der wissenschaftlichen Methodik – der „Spiegel“ schreibt von einer „kruden Studie“ – bis hin zu persönlichen Anfeindungen gegen Professor Wiesendanger, dem vorgeworfen wird, er sei ja gar kein Virologe; obwohl dies für das Studienthema auch gar nicht erforderlich war.

Diese Argumentation dürfte länderübergreifend abgestimmt sein. Das ebenso in George Soros‘ „Project Syndicate“ organisierte Blatt „DerStandard“ ergoss sich seitenweise mit negativ belegter Wortwahl angereichert über die Studie. „Machwerk“, kein Neuigkeitswert, der Begriff „Studie“ findet sich stets in Anführungszeichen. Klaus Taschwer verfasste die Wutschrift für den Standard, er selbst ist übrigens Soziologe. Ob er dadurch als „Experte für eh alles“ deshalb intensiveren Einblick in die Arbeit der Virologie hat als ein verdienter Physiker, sei dahingestellt.

Und die Uni Hamburg gerät unter Beschuss, weil die sich für die Studie „hergegeben“ habe. Inzwischen zählen keine Inhalte mehr, sondern nur noch, wer sich mit ihnen identifizieren kann. Wenn die AfD oder Querdenker sagen, zwei plus zwei ist vier, dann muss das politisch korrekte Ergebnis schon deshalb lauten: zwei plus zwei ist fünf.
Hamburgs grüne Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank stellte zwischen den Zeilen  sogar die Freiheit von Forschung und Lehre in Frage. Sie mahnte an, es gelte „für alle Form wissenschaftlicher Forschung, dass bei unklarer oder unsicherer Datenlage Zurückhaltung in der Bewertung angebracht ist“. Tatsächlich? Wäre dieser Grundsatz auf die Studien angewandt worden, auf die sich die Corona-Politik bei all ihren Entscheidungen vom Maskenzwang über Lockdowns bis hin zur Impfstoffzulassung stützt, dann dürfte es bis heute keine Pandemie geben. (DM)