Landespolizeidirektor Andreas Pilsl (r.) war schon öfter im Gespräch für das Innenministerium.

Bei der Besetzung der Ministerien von Brigitte Bierleins Übergangsregierung zeichnete sich am Sonntag aus oberösterreichischer Sicht eine echte Sensation ab. Der oberste Polizist des Landes, Andreas Pilsl (50) sollte Innenminister werden.

Pilsls Wechsel nach Wien dürfte jedoch in buchstäblich letzter Sekunde am Widerstand der FPÖ und der Liste Jetzt gescheitert sein. Stattdessen werde nun der bisherige Präsident der Finanzprokuratur, Wolfgang Peschorn die vorübergehende Nachfolge von Herbert Kickl antreten.

„Kandidat der alten schwarzen BMI-Netzwerke“

FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker begründete das blaue Veto in einer Aussendung. Pilsl sei ein „Strasser-Mann und Kandidat der alten schwarzen BMI-Netzwerke“. Dies mache die „wahren Interessen der ÖVP seit dem Bekanntwerden des ‚Ibiza-Videos‘ immer deutlicher sichtbar“, so Hafenecker.

Pilsl wurde schon vor der Bildung der türkis-blauen Regierung immer wieder als Kandidat für das Amt des Innenministers genannt – mit der Übernahme des Innenministeriums durch die FPÖ war das kein Thema mehr.