Bereits am Freitag war über ein islamistisches Motiv gemunkelt worden – das sich nun bestätigt. Der tatverdächtige Pakistaner gestand nämlich seine abscheuliche Tat.

Es war ein Vorfall, der ganz Frankreich schockierte. Am Freitagmittag wurde ein Attentat unweit des früheren „Charlie Hebdo“-Sitzes verübt – Wochenblick berichtete. Die Satire-Zeitung war bekanntlich schon im Jahr 2015 Ziel eines blutigen Anschlages. Damals ermordeten Islamisten kaltblütig zwölf Menschen. Grund war schon damals, dass das Blatt – welches seit Jahren wirklich allen Akteuren unabhängig ihrer Gesinnung ans Bein pinkelt – anstößige Karikaturen des islamischen Propheten Mohammed publizierte.

Islamist tauchte in keiner Gefährderliste auf

Weil der Prozess gegen die damaligen Hintermänner gerade läuft, druckte das Magazin in Solidarität mit ihren ermordeten Kollegen die Karikaturen erneut ab. Eine folgenschwere Entscheidung, wie sich herausstellte. Denn ein Pakistaner (18) gab nun zu, genau aus diesem Grund am Freitag vier Menschen mit einer scharfen Klinge – angeblich einer Machete – angegriffen und verletzt zu haben.

Als „Rechtfertigung“ für seine brutale Tat gab er an, den Neuabdruck der Karikaturen „nicht ertragen“ zu haben, berichtet der ORF. Der Mann war zwar amtsbekannt, tauchte aber in keiner islamistischen Gefährderliste auf. Dieser brisante Umstand dürfte die französische Öffentlichkeit somit noch länger beschäftigen.

Innenminister spricht von „blutigem Angriff“

Die französischen Behörden waren allerdings bereits vor dem Geständnis von einem islamistischen Terroranschlag ausgegangen. Dies bestätigte Innenminister Gérald Darmanin nämlich noch am Freitagabend im französischen Fernsehen. Der konservative Politiker bezeichnete die Tat als neuerlichen „blutigen Angriff auf unser Land“.

In den letzten fünfeinhalb Jahren starben etwa 300 Menschen in Frankreich aufgrund islamistischer Terrorakte. Der blutigste davon ereignete sich am 13. November 2015 als über 100 Menschen an einem Abend ermordet wurden. Die meisten Toten waren damals unter Konzertbesuchern im Pariser Club „Bataclan“ zu beklagen.