Der Erzbischof von Canterbury hatte angeregt, die Darstellung von Jesus Christus, dem Propheten des Christentums, als weißen Mann „generell zu überdenken“. Sogleich schritt man in der St. Albans Kathedrale zur Tat und schmückte den Altar mit einem Bild, in dem Jesus Christus dem in den USA verstorbenen notorischen Schwerverbrecher George Floyd sehr ähnlich sieht.

Ein Kommentar von Willi Huber

Immer mehr Forderungen der radikalen Linken zielen auf die für viele Menschen wichtige religiöse Tradition ab. Weltweit hat sich eigentlich die Tradition entwickelt, den Erlöser des Christentums, Jesus Christus, immer so darzustellen, damit er den Menschen der jeweiligen Region ähnlich sieht. So findet man in Asien Jesusdarstellungen mit asiatischen Gesichtszügen und in Afrika Jesusdarstellungen die einen schwarzen Jesus zeigen. Das liegt wohl daran, dass sich die jeweiligen Ethnien in den Darstellungen wiederfinden und damit identifizieren können.

Kirchenoberhaupt: „Weißen Jesus überdenken“

Dass Jesus in Großbritannien eher als Weißer dargestellt wird, war jahrhundertelang kein großes Problem. Es musste erst in den USA ein Schwerverbrecher, der unter anderem eine Schwangere mit einer Pistole bedroht und brutal zusammengeschlagen hat, bei seiner Verhaftung sterben, damit die Kirche von England die Darstellung des weißen Jesus „generell überdenkt“. Dies forderte jüngst Justin Welby, der Erzbischof von Canterbury, der das geistliche Oberhaupt der Kirche von England ist. Außer der angewandten kommunistischen Theorie der Zersetzung scheint darin wenig Logik zu finden sein.

In der traditionsreichen Kathedrale von St. Alban erhält nun ein Bild mit einem „schwarzen Jesus“ einen „Ehrenplatz auf dem Altar“. Die abgebildete Person sieht dem in den USA zu Tode gekommenen Schwerverbrecher George Floyd sehr ähnlich. Die Künstlerin, Lorna May Wadsworth, erklärte, dass ihr ein in Jamaika geborener Mann als Modell diente.

St. Alban starb als Märtyrer für seinen Glauben

Die Kathedrale wurde im Jahr 793 zu Ehren des ersten christlichen Märtyrers von England gestiftet, die heutige Form wurde von 1077 bis 1893 erbaut. Der Heilige Alban von England fiel der Christenverfolgung im Römischen Reich zum Opfer, er starb für seinen Glauben. In Jamaika sind etwa zwei Drittel der Einwohner Mitglied in einer der vielen protestantischen Kirchen. Dies ist eine Folge der britischen Kolonialherrschaft.