Im Wiener Stephansdom wurde ein Impfstraße eingerichtet. Das ruft eine Vielzahl an gläubigen Katholiken auf den Plan. Sie kritisieren eine Entweihung des Gotteshauses. Mittlerweile wurde eine Petition zur „Unterbindung von „Impfstraßen“ im Stephansdom und anderen Gotteshäusern“ ins Leben gerufen.  Sie richtet sich an Kardinal Christoph Schönborn. 

Bereits mehr als 6.000 Unterzeichner sprechen sich darin gegen die Entweihung der Kirchen durch Impfstraßen aus. Unlängst sorgte ein orthodoxer Priester aus Australien für Aufsehen. Er kritisierte die Corona-Politik entschieden: „Sie behandeln uns wie Tiere“. Nun hat sich der gläubige Katholik Andreas Wailzer an den Wochenblick gewendet. Er bezieht kritisch Stellung zur Impfstraße im Stephansdom. Wailzer erklärt, dass es gegen das Kirchenrecht verstößt, Gotteshäuser in Mehrzweckhallen umzufunktionieren und sieht in der Impfstraße im Stephansdom einen Affront.

Fotos von Peter Fenk

Impfstraße im Stephansdom entgegen den Worten Jesu

Ein Gastkommentar von Andreas Wailzer

Die Impfstraße im Wiener Stephansdom stellt für viele gläubige Katholiken einen Affront dar. Aber nicht nur die Gefühle von Gläubigen werden verletzt, sondern es wird auch gegen das Kirchenrecht und die Weisung der Heiligen Schrift verstoßen.

Als gläubiger Katholik hatte man es in den letzten Jahren oft nicht leicht mit den Entscheidungen einiger Kirchenmänner. Die Corona-Impfaktion im Stephansdom reiht sich dabei in eine längere Liste von Aktionen ein. Von einem Conchita Wurst Konzert (ebenfalls im Stephansdom), über die Verwendung der Wiener Votivkirche als Lernort für Studenten bis hin zur Platzierung der Pachamama (Mutter Erde) Figuren in Rom im Herbst 2019. Einige mögen sich fragen, was daran denn so brüskierend sein soll. Warum denn nicht ein Kirchengebäude als Mehrzweckhalle nutzen?

Dompfarrer Toni Faber sagte dem Kölner Online-Portal „domradio.de“, dass es bezüglich der Impfaktion Anrufe und Briefe gegeben hätte, in denen er und der Wiener Kardinal Christoph Schönborn beschimpft worden seien, „als hätten wir einen heiligen Ort entweiht“. Nun, genau diese Entweihung eines heiligen Ortes ist der Ansicht vieler Katholiken nach durch die Impfstraße im Stephansdom passiert. Warum Kirchen nicht als Mehrzweckhallen genützt werden dürfen, liest man im kanonischen Recht (Kirchenrecht der katholischen Kirche):

  • „An einem heiligen Ort (dazu zählen Kirchen) darf nur das zugelassen werden, was der Ausübung oder Förderung von Gottesdienst, Frömmigkeit und Gottesverehrung dient, und ist das verboten, was mit der Heiligkeit des Ortes unvereinbar ist. Der Ordinarius kann aber im Einzelfall einen anderen, der Heiligkeit des Ortes jedoch nicht entgegenstehenden Gebrauch gestatten.“ (Can. 1210)
  • „Heilige Orte werden geschändet durch dort geschehene, schwer verletzende, mit Ärgernis für die Gläubigen verbundene Handlungen […]“ (Can. 1211)

Handelt es sich nun jedoch im Fall der Impfstraße um einen der Heiligkeit entgegenstehenden Gebrauch? Unabhängig davon, wie man zu den verwendeten Vakzinen steht, geht es bei der Impfstraße auch darum, ein Geschäft zu machen. Die Corona Impfstoffe sind nämlich nicht „gratis“, sondern werden von den Pharmakonzernen an den Staat verkauft und somit bezahlt sie im Endeffekt der Steuerzahler. Die Pharmaindustrie macht Milliardengewinne mit dem Verkauf dieser Corona-Impfstoffe.

Jesus Christus hat der Geschäftemacherei im Haus Gottes eine klare Absage erteilt, als er die Geldwechsler und Händler aus dem Tempel getrieben hat mit den Worten: „Mein Haus soll ein Haus des Gebetes sein. Ihr aber macht daraus eine Räuberhöhle.“ (Matthäusevangelium 21,13)

Interessanterweise hat Kardinal Schönborn selbst in einem Kommentar unlängst zu eben dieser Bibelstelle geschrieben: „Der Tempel ist zu heilig, um zur Markthalle zu verkommen. Der Zorn Jesu gilt der Geschäftemacherei im Heiligtum. Deshalb bleibt die Tempelreinigung, die Jesus damals symbolisch vornahm, eine Mahnung für alle Zeiten.“ Bedauerlicherweise hat der Kardinal nun jedoch zu der Impfstraße im Stephansdom sein Einverständnis gegeben und damit der Geschäftemacherei im Haus Gottes die Tür geöffnet.

Die Kirche soll dem Gottesdienst und dem Gebet dienen und wir dürfen uns auch an der Schönheit der Architektur und der enthaltenen Kunstwerke erfreuen. Den Weisungen Jesu und des Kirchenrechts folgend darf eine Kirche jedoch nicht zur Mehrzweckhalle und schon gar nicht zu einer Räuberhöhle werden.


Wenn Sie die Petition zur „Unterbindung von „Impfstraßen“ im Stephansdom und anderen Gotteshäusern“ unterstützen möchten, können Sie Ihre Unterschrift >>>hier auf citizengo.org<<< setzen. Bereits mehr als 6.000 Kritiker unterstützen die Petition gegen die kirchlichen Impfstraßen. Die Initiatoren haben sich 10.000 Unterschriften zum Ziel gesetzt.

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