Man könnte meinen, dass jenen, die vorgeben dem Christengott zu folgen, nichts mehr heilig ist. Die Katholische Studierende Jugend Deutschlands (KSJ) hat sich dafür entschieden, Gott nun mit einem Gendersternchen zu schreiben. Aus der Botschaft, dass Gott Mann und Frau schuf, wurde die Botschaft, dass der Mensch Gott schuf und mit ihm tun und lassen kann, wie es ihm beliebt. 

Ein Kommentar von Willi Huber

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Mit der Kampagne #whoisgodtoday fordert die KSJein neues Gottes*bild, das mit den Vorstellungen vom alten, weißen, strafenden Mann aufräumt und Platz schafft für eine Gottes*vielfalt.“ Teil der Kampagne sind konkrete politische Forderungen, die mit der christlichen Religion nicht viel zu tun zu haben scheinen. So wird die Einrichtung eines Kinderparlaments und die Herabsenkung des Wahlalters gefordert, Gleichberechtigung soll ein großes kirchenpolitisches Thema sein und alle Weihämter sollen auch für Frauen geöffnet werden. Schlussendlich hält man fest: „Die Repräsentation Christi geschieht nicht in seiner Männlichkeit, sondern in seinem Glauben an das Reich Gottes*“.

Leitung durch Jesuiten

Politischer Bundesleiter“ der Katholischen Studierenden Jugend ist übrigens ein Ozan Ardicoglu. Welchen Migrationshintergrund Ozan oder seine Vorfahren haben, bleibt unbekannt. Der Name Ardıçoğlu stammt jedenfalls aus der Türkei. Jedenfalls denkt er, katholischen Studenten in Deutschland die Welt erklären zu müssen. Die Katholische Studierende Jugend wurde 1971 aus zwei selbständigen Jugendverbänden, getrennt nach Jungen und Mädchen, gegründet. 2012 führte man diese zusammen. Die Organisation ist aus dem Orden der Jesuiten hervorgegangen, die bis heute ihre Vorsitzenden stellt. Die Jesuiten galten früher als „christliche Alternative“ zum Marxismus. Irgendwann dürfte sich diese Trennung verflüchtigt haben. Manche Geistliche bezeichnen den Marxismus als toll gewordenes Christentum, andere suchen den regen Austausch und behaupten ein gemeinsames Ziel. Auch der amtierende Papst Franziskus ist Jesuit. Auch er wurde von Kritikern schon als Marxist bezeichnet.

 

 


In diesem Zusammenhang empfehlen wir den Leitartikel unseres Wochenthemas „Religion und freie Meinung“.

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