Fahr nicht fort, kauf im Ort! An diesen Ratschlag, mit dem man in Lokalzeitungen schon seit den 1970er-Jahren, also lange vor Corona, Werbung für das Einkaufen bei den örtlichen Greißlern machte, halte ich mich weitgehend immer noch.

Ein Kommentar von Kurt Guggenbichler

Ich bin einer vom alten Schlag und ordere aus Prinzip nichts im Internet, weil ich das persönliche Gespräch mag und auch das private Geplauder, das sich abseits des offiziellen Verkaufspalavers meist noch ergibt.

Außerdem schätze ich die persönliche Beratung und will auch sehen, wer der Mensch ist, der mir etwas verkauft. Ich will nicht später über ein Call-Center in Litauen telefonisch reklamieren müssen, falls es überhaupt noch eine telefonische Beschwerdestelle gibt.

Allerdings wird einem das Einkaufen im Ort von manchen Geschäftsleuten selbst nicht immer leicht gemacht. Als unlängst der sogenannte Starter meines Neonröhrenlichts im Badezimmer den Geist aufgab, wandte ich mich natürlich an den Elektrohändler, der praktischerweise bei mir gleich ums Eck liegt, auch wenn dort alles ein bisschen teurer ist als im Media-Markt.

Allerdings dürfte man dort meinen Auftrag eher als Belästigung empfunden haben. Mürrisch notierte die Verkäuferin mein Begehren und erklärte mir, dass man sich bei mir melden werde. Das ist jetzt mehr als zwei Monate her …