Die vorgebliche „Lockerungsverordnung“ des Gesundheitsministers beinhaltete in Wahrheit eine Verschärfung nach der anderen. Ein Autokino zur Linderung des Maßnahmenhorrors für die Linzer Bevölkerung war das Wunschprojekt des Linzer FPÖ-Stadtvizes Markus Hein. Auch daraus wird nun nichts, denn Anschober hat das Betreten von Freizeiteinrichtungen die der „Belustigung“ dienen per Erlass verboten.

Ein Kommentar von Willi Huber

Paragraph 9, Ziffer zwei der Verordnung definiert ein generelles Verbot für Besucher, Betriebe und Einrichtungen zu betreten, die der Unterhaltung, der Belustigung oder der Erholung dienen. Dazu zählen explizit auch Kinos ohne Ausnahme für Kinovorstellungen im Freien. Das darf auch nicht weiter verwundern, hat Anschober doch auch den Besuch von Tierparks und Zoos untersagt – also von weitläufigen Einrichtungen im Freiland, wo es ein leichtes wäre, auch 10 Meter Abstand zwischen den Besuchern einzuhalten.

Wunschprojekt von Markus Hein

Das Projekt am aufgrund der Widmung ohnehin meist beachliegenden Urfarahner Jahrmarktgelände wäre FPÖ-Vizebürgermeister Markus Hein ein großes Anliegen gewesen. 250 PKW hätten für Kinovergnügen wie in den 50er und 60er Jahren Platz gefunden. „Auch im Bereich der Freizeitgestaltung müssen wir coronagerechten Ersatz schaffen“, meinte Hein bei der Vorstellung des Vorhabens gegenüber den Medien. Doch der grüne Minister Rudolf Anschober machte zumindest vorerst einen gehörigen Strich durch die Rechnung.

Verzicht üben im Ramadan?

Viele Oberösterreicher fühlen sich laut ihren Unmutsbekundungen in sozialen Medien nun in den dunkelsten Islamismus versetzt. Die Moslems feiern zur Zeit weltweit Ramadan. Anlässlich dieses Festes ist zumindest untertags jeglicher Genuss religiös untersagt. Neben dem Verbot von Belustigungsveranstaltungen wurde an manchen Orten und Ländern auch der Genuss von Alkohol untersagt.

Österreich Schlusslicht bei Autokinos

Rudolf Anschober zeigt damit ein weiteres Mal, wo Österreich unter dieser Regierung wirklich führend ist. Während man sich von reichlichst von der öffentlichen Hand finanzierten Medien für „bestes Corona-Management“ feiern lässt ist die Wahrheit, dass Autokinos in der Corona-Zeit weltweit ihre Wiederauferstehung feiern. Nur in Österreich nicht. Hier ist offenbar ein lustfeindlicher Grüner am Werk, der wohl davor Angst hat, dass das ohnehin schon bis knapp an die Grenze der Nachweisbarkeit dezimierte Virus von Auto zu Auto springt. Oder er befürchtet, dass Menschen in Zeiten wie diesen ein kleines bisschen Glück und Zerstreuung finden.