Als Mitte dieser Woche im beschaulichen Edt bei Lambach dutzende Afghanen aus einem Güterzug sprangen und Richtung Stadl-Paura marschierten, fühlte man sich unweigerlich an Szenen aus dem Jahre 2015 erinnert. Auch die Methoden, mit denen Zwischenfälle wie dieser vertuscht werden sollen, sind nicht neu…

Ein Kommentar von René Rabeder

Illegale wurden sofort verpflegt

Informationen waren Mangelware, Mittwochfrüh. Als bekanntgeworden war, dass in Oberösterreich eine größere Gruppe illegal eingereister Männer (die meisten davon Afghanen) aufgegriffen worden war, waren den Behörden zunächst keine Details zu dem Vorfall zu entlocken. Erst nach und nach sickerte durch, dass die Polizei über mehrere Stunden nach den Illegalen suchte und sogar der Zugverkehr von der Aktion betroffen war.
Die „Flüchtlinge“, so erfuhr man Stunden später, wurden in ein nahegelegenes Veranstaltungszentrum gebracht und dort sofort vom Roten Kreuz versorgt: „Wir haben eine Feldküche aufgestellt und Getränke und Verpflegung an die Männer verteilt“, sagte ein Sprecher des Roten Kreuzes. 20 Mitarbeiter seien im Verpflegungseinsatz gewesen. Auch medizinisch wurden die Afghanen betreut. „Wir hoffen, dass die Männer fürs Erste hier bleiben können“, sagte ein Polizeisprecher gegenüber Medienvertretern.

Neue Krise braut sich zusammen

Ich gehe davon aus, dass sich dieser Wunsch erfüllen wird. Die breite Öffentlichkeit wird nicht viel über diesen Fall wissen, der wohl ohnehin nur bekannt geworden war, weil die Afghanen am helllichten Tag aus dem Zug gehüpft waren. Darüber, wie oft sich solche Fälle mittlerweile schon wieder ereignen, erfahren wir nichts. Dabei ist es naheliegend, dass derzeit wieder sehr viele Flüchtlinge illegal ins Land reisen.

Es braut sich gerade eine neue Flüchtlingskrise zusammen. In den letzten Wochen stieg die Zahl der Migranten, die aus der Türkei in Booten über die Ägäis nach Griechenland kamen weiter an. 9.334 Ankünfte registrierte man dort im August. Mehr als doppelt so viele wie im August des Vorjahres. Im September ist fast täglich von mehreren hundert Überfahrten zu hören. Griechenland ist Ausgangspunkt der sogenannten Balkanroute, deren Schließung sich Altkanzler Kurz gerne auf die Fahnen schreibt. Geschlossen ist diese Route aber ganz und gar nicht. Auch die Gruppe der Illegalen aus Edt bei Lambach waren in Griechenland in den Zug gestiegen.

Von Luftballons und kurzen Märchen

Ich befürchte, dass wir das wahre Ausmaß dieser neuerlich anrollenden Flüchtlingswelle erst nach der Nationalratswahl erfahren werden. Sebastian Kurz wird uns bis dahin weiterhin das Märchen seiner geschlossenen Route erzählen. Und er wird weiterhin versuchen zu erklären, warum es gerade in Zeiten wie diesen keinen Innenminister geben darf, der vor allem in der Asylfrage einen harten Kurs vertreten würde. Vielleicht haben wir ja nach dem 29. September einen Grünen Innenminister?

Mein Tipp: Noch rasch jede Menge Luftballons kaufen, bevor Gretas Wunsch diese zu verbieten in Erfüllung geht. Es geht bald wieder los auf unseren Bahnhöfen. Wahrscheinlich nicht nur in Edt bei Lambach…

 

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