Da können sich die österreichischen Bürger auf einiges gefasst machen, wenn die Wahl in Oberösterreich vorbei ist und ÖVP, SPÖ, Grüne und Neos wieder die bürgerfreundliche Maske ablegen. Denn während bis jetzt nur diskutiert wird, werden dann vermutlich ganz schnell Nägel mit Köpfen gemacht. Und was dann kommt, kommt den Bürger teuer zu stehen, so wie die 3-G-Regel am Arbeitsplatz und vermutlich etwas später die endgültige Abschaffung der kostenlosen Tests. In Deutschland ist dies bereits ab 11. Oktober – mit wenigen Ausnahmen – der Fall. 

  • Lohnfortzahlungen für Ungeimpfte in Quarantäne in Deutschland abgeschafft
  • Auch Gratis-Tests werden dort im Oktober abgeschafft
  • In Österreich sind derartige Maßnahmen bereits auch im Gespräch
  • Auch der Präsident der OÖ-Ärztekammer fordert Maßnahmen wie in Deutschland

Gehalt für Ungeimpfte in Quarantäne gestrichen

Aber es wird noch weiter gehen. In Deutschland wurde jetzt mit Wirkung ab 1. November beschlossen, dass es für Ungeimpfte in Quarantäne keine Lohnfortzahlung mehr geben wird. Bisher sprang bei Verdienstausfällen aufgrund einer Corona-Quarantäne immer der Staat ein. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern einigten sich jetzt jedoch darauf, dass dies für die meisten Ungeimpften nicht mehr gelten wird.

Besonders absurd daran: Wer wegen eines positiven Tests bei seinem Kind oder Arbeitskollegen in Quarantäne muss, bekommt kein Gehalt mehr, wenn er selbst einen negativen Test vorweisen kann. Er kann sogar im Ernstfall seinen Job verlieren. Hat er hingegen nach dem Kontakt selbst einen positiven Test, gilt das als Krankheitsfall – und er bekommt sein Gehalt sehr wohl weiterhin und genießt auch Kündigungsschutz. Für SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz ist die neue soziale Kälte gegen nachweislich völlig gesunde Menschen übrigens ein Grund zu feiern.

Ungeimpfte am Arbeitsplatz „privilegiert“

Wer nun glaubt, dass dies hierzulande nicht passieren könnte, hat offenbar die letzten 18 Monate verdrängt, was wegen Corona alles geht. So forderten die NEOS bereits ein Vorgehen wie in Deutschland, da ja Ungeimpfte am Arbeitsplatz „privilegiert“ seien. Denn bei Infektionsfällen könnten sie daheim gemütlich in Quarantäne gehen, während ihre geimpften Kollegen weiter hackeln müssen. Und die Pinken sind nicht die einzigen, die mit derartigen Vorstößen „glänzen“.

OÖ-Ärztekammerpräsident wieder bürgerfeindlich

Auch der Präsident der oberösterreichischen Ärztekammer, Peter Niedermoser, kann dem etwas abgewinnen. Für ihn wäre ein Schritt wie in Deutschland nur logisch. Zumal der Zugang zur Impfung so einfach sei wie noch nie. Dass es bisher noch keine Impfpflicht gibt, scheint den Halbgott in Weiß aber nicht weiter zu tangieren. Auch im Sommer fiel Niedermoser bereits mehrmals mit seinen Forderungen auf. So sprach er sich für die Abschaffung der kostenlosen Corona-Tests aus und ebenso für eine Verkürzung der Gültigkeitsdauer der Tests. Letzterer Vorschlag wurde von der Politik bereits umgesetzt.

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