Die jährlich am Wiener Heldenplatz stattfindende, traditionelle Leistungsschau des österreichischen Bundesheeres zum Nationalfeiertag wurde gestrichen. Der Interims-Verteidigungsminister Starlinger nennt „budgetäre Engpässe“ als Grund.

Heuer stehen nur noch die Kranzniederlegung am Grab des unbekannten Soldaten und die Angelobung der Rekruten am Programm.

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Dramatische Verschlechterungen befürchtet

Starlinger wird in der „Kleinen Zeitung“ zitiert: „Die Kosten für das Personal und den Betrieb übersteigen das vorhandene Budget. Wir müssen daher alles, was nicht unmittelbar der Ausbildung der Soldaten und somit der Sicherheit der Bevölkerung dient, einsparen. Dazu zählt leider auch die Leistungsschau am 26. Oktober.“

Diese Maßnahmen des Verteidigungsministers hatten sich bereits bei seinem Amtsantritt abgezeichnet, denn das Bundesheer seit weit davon entfernt, seine verfassungsmäßigen Aufgaben zu erfüllen. Der Zustand würde sich wegen der jetzigen budgetären Entwicklungen weiterhin dramatisch verschlechtern.

In Zukunft weniger Katastropheneinsätze

Dem Bundesheer werde es „in den nächsten Jahren nicht mehr möglich sein“ im großem Rahmen bei Katastrophen wie Hochwasser oder bedrohlichen Schneelagen zu Hilfe zu eilen. Grund dafür sei die wegbrechende Mobilität bei Fahrzeugen, die zum Teil schon mehr als 40 Jahre alt sind.

Derzeit könne das Bundesheer noch Bürger, die sich beruf- oder urlaubsbedingt im Ausland aufhalten, in Krisensituationen mit militärischen Mitteln wieder nach Hause bringen. In Zukunft werde dies auch nicht mehr möglich sein.